16. September 2016 – 13:44
Britische "Anwälte" animieren Spanien-Urlauber zum Betrug
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So sehen die mobilen Büros der vermeintlichen Urlauberhelfer aus – Foto: Ashotel

In spanischen Urlaubszentren macht sich offenbar ein neues Geschäftsmodell breit, das angebliche Juristen aus dem Vereinigten Königreich entwickelt haben. Die vermeintlichen Rechtsanwälte rollen in mobilen Büros durch die Straßen und animieren britische Urlauber dazu, bei ihrem Urlaubshotel Entschädigungen für angeblich vergiftete Mahlzeiten einzufordern. Das berichten übereinstimmend mehrere spanische Hotelverbände, darunter die Vereinigung Ashotel von den Kanarischen Inseln und HOSBEC aus dem Touristenzentrum Benidorm. Die Touristen sollen behaupten, sie hätten sich durch das Hotelessen mit Kolibakterien, Noroviren oder ähnlichem infiziert und seien dadurch erkrankt.  Die vorgeblichen Helfer ködern die Urlauber mit dem Versprechen, dass man ihre Dienste nur bezahlen müsse, wenn der Hotelier in die Zahlung der Entschädigung einwilligt. Mit vorgefertigten Schreiben wenden sie sich dann an die Hoteliers.

Für die Anwälte und die Touristen ergibt sich eine Win-Win-Situation. Denn angesichts der Androhung, den Fall in Großbritannien vor Gericht zu bringen, willigen offenbar viele von ihnen in die geforderten Entschädigungszahlungen ein, weil sie die hohen Kosten und den Imageschaden durch einen Gerichtsprozess im Ausland fürchten.

Die Hotelverbände wollen dem nun mit einer groß angelegten Informationskampagne begegnen und fordern zudem ein Treffen mit den großen britischen Reiseveranstaltern wie Tui, Jet2, Thomas Cook oder Monarch. Diese sollten aktiv daran mitarbeiten, dem "betrügerischen und unmoralischen Treiben"  der so genannten "Piratenanwälte" zu begegnen, heißt es. Denn die "überwältigende Mehrheit"der Anschuldigungen sei völlig aus der Luft gegriffen, unterstreicht Ashotel-Präsident Jorge Marichal in einer Erklärung der Organisation. HOSBEC-Präsident Antonio Mayor forderte zudem den spanischen Botschafter in Großbritannien dazu auf, sich beim britischen Außenministerium über die unsauberen Praktiken seiner Landsleute zu beschweren.

17. November 2017 – 01:55
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