Mittelmeer fast überall sauber
21. Juli 2011 |
An fast allen europäischen Stränden am Mittelmeer ist ungetrübter Badespaß garantiert. Das zeigt der offizielle Bericht der europäischen Umweltbehörde. In Zypern ist das Wasser am saubersten.
92 Prozent der europäischen Badeorte und Strände am Mittelmeer erfüllten 2010 die Anforderungen der EU und sind sauber genug zum Schwimmen.Die beste Wasserqualität finden Urlauber auf Zypern, wo das Wasser auch die anspruchsvolleren Leitlinien der EU voll erfüllt, sowie in Kroatien, Malta und Griechenland.
Auch die Küste in Portugal ist fast überall sauber, 99 Prozent der gut 400 Badeorte erfüllen die Anforderungen der EU, nur drei schafften sie nicht. Ausreißer gibt es in Albufeira an der Algarve im Süden Portugals. Ebenfalls schlechte Noten gab die EU dem Strand in Angeiras mit seinen Campingplätzen an der Atlantikküste.
Auch die spanischen Badeorte sind überwiegend sauber, von über 1.900 schafften nur 12 die Mindestanforderungen nicht. Die EU vergab schlechte Noten für den Playa Poniente bei Gibraltar, den Playa el Bobar bei Almeria, sowie den Playa de Massamagrel und den Playa Medicalia bei Valencia.
Die Wasserqualität an der französischen Mittelmeerküste ist im vergangenen Jahr etwas schlechter geworden. Von den mehr als 2.000 Badeorten erfüllten 89 Prozent die Anforderungen. Größte Problemregion ist das Meer rund um die Hafenstadt Sète, südwestlich von Montpellier. Dafür sind die Strände auf Korsika und an der Côte d’Azur sauber. Die strengeren Leitwerte der EU erfüllen aber nur etwa die Hälfte der Badeorte in Frankreich.
Besonders in der Nähe von Städten und Flussmündungen häufen sich die Probleme mit der Wasserqualität. So haben Abschnitte an den Stränden bei Pescara und an der Straße von Messina schlechte Noten bekommen. Auch an der Amalfiküste südlich von Neapel gibt es schwarze Schafe, zum Beispiel bei Atrani, Minori und Maiori.
Der Bericht der EU zur Qualität der Badegewässer hat nichts mit der Blauen Flagge zu tun, die die Gesellschaft für Umwelterziehung jährlich an saubere Strände vergibt.
Sandra Henoch
Griechenland hat sich stark verbessert
Auf Malta hat sich die Wasserqualität seit 2005 verbessert, damals hatten noch sechs Badeorte die Grenzwerte der EU überschritten. In Griechenland fielen Mitte der neunziger Jahre noch zwischen 20 und 40 Badeorte jährlich durch, inzwischen bekommen alle gute Noten von der EU.Auch die Küste in Portugal ist fast überall sauber, 99 Prozent der gut 400 Badeorte erfüllen die Anforderungen der EU, nur drei schafften sie nicht. Ausreißer gibt es in Albufeira an der Algarve im Süden Portugals. Ebenfalls schlechte Noten gab die EU dem Strand in Angeiras mit seinen Campingplätzen an der Atlantikküste.
Auch die spanischen Badeorte sind überwiegend sauber, von über 1.900 schafften nur 12 die Mindestanforderungen nicht. Die EU vergab schlechte Noten für den Playa Poniente bei Gibraltar, den Playa el Bobar bei Almeria, sowie den Playa de Massamagrel und den Playa Medicalia bei Valencia.
Spaniens Wasser war schon mal besser
Spaniens Wasserqualität war jedoch schon mal besser. 2004 schafften 99 Prozent der Badeorte die Anforderungen, heute sind es nur 94 Prozent. Auf den spanischen Inseln ist das Wasser ebenfalls fast überall sauber. Eine Ausnahme ist der Palya de Magaluf westlich Palma auf Mallorca. Auf den Kanarischen Inseln ist das Wasser überall ausreichend sauber.Die Wasserqualität an der französischen Mittelmeerküste ist im vergangenen Jahr etwas schlechter geworden. Von den mehr als 2.000 Badeorten erfüllten 89 Prozent die Anforderungen. Größte Problemregion ist das Meer rund um die Hafenstadt Sète, südwestlich von Montpellier. Dafür sind die Strände auf Korsika und an der Côte d’Azur sauber. Die strengeren Leitwerte der EU erfüllen aber nur etwa die Hälfte der Badeorte in Frankreich.
Italienische Städte haben Probleme
Sorgenkind am Mittelmeer ist nach wie vor Italien. Die Wasserqualität dort ist zwar inzwischen stabil, aber von den über 4.800 Badeorten schaffen nur 85 Prozent die EU-Anforderungen.Besonders in der Nähe von Städten und Flussmündungen häufen sich die Probleme mit der Wasserqualität. So haben Abschnitte an den Stränden bei Pescara und an der Straße von Messina schlechte Noten bekommen. Auch an der Amalfiküste südlich von Neapel gibt es schwarze Schafe, zum Beispiel bei Atrani, Minori und Maiori.
EU wertet 21.000 Badestellen aus
Die EU stützt ihren Bericht auf Wasserproben und Werte von über 21.000 Badestellen, die die Mitgliedsstaaten zur Verfügung stellen. Die örtlichen Behörden analysieren während der Badesaison mehrmals das Wasser und reichen die Ergebnisse bis spätestens Ende Dezember bei der EU ein. Die Proben für diese Untersuchung sind also bereits 2010 entnommen worden.Der Bericht der EU zur Qualität der Badegewässer hat nichts mit der Blauen Flagge zu tun, die die Gesellschaft für Umwelterziehung jährlich an saubere Strände vergibt.
Sandra Henoch
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