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United Airlines ist als letzte US-Gesellschaft umgekippt und verlangt wie alle anderen ab 1. Oktober eine Gebühr für den zweiten Koffer. Für Hin- und Rückflug werden 100 Dollar fällig.
Foto: United Airlines
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Koffergebühr nicht auf allen USA-Flügen

31. August 2009 |
Spar-Tipp für USA-Flüge: Alle sechs US-Fluglinien kassieren ab Deutschland neuerdings 50 Dollar pro Strecke für den zweiten aufgegebenen Koffer. Doch es gibt Alternativen beim Freigepäck. Gloobi.de sagt Ihnen, welche Airlines die Abzocke nicht mitmachen und keine Koffergebühr für den zweiten kassieren.
Böse Überraschung beim Check-in: Der freundliche Herr am Schalter von US Airways will 55 US-Dollar für den zweiten Koffer kassieren, umgerechnet fast 40 Euro nur für den Hinflug. Dasselbe kommt auf dem Heimflug auf Amerika-Urlauber zu.

Koffergebühr macht Tickets bis 25 Prozent teurer

Da bekommt die Freude über das vermeintlich billige Ticket nach New York schnell einen Knacks. "Hier finden Sie die günstigsten US Airways-Tarife", verspricht die Website. Und tatsächlich kann man für 305 Euro nach New York fliegen. Mit der neuen Gebühr für den zweiten Koffer wird das Ticket unterm Strich allerdings um ein Viertel teuer.

US Airways ist nicht die einzige Fluggesellschaft, die ihre Passagiere neuerdings für einen zweiten Koffer zur Kasse bittet. Auch American Airlines, Continental Airlines, Delta Air Lines und Northwest Airlines kassieren bepackte Kunden ab.

Jetzt ist auch Lufthansa-Partner United Airlines umgekippt. Allerdings kommt hier die Koffergebühr erst später. Geld für den zweiten Koffer wird bei Buchungen ab dem 1. Oktober mit Abflug nach dem 15. Dezember fällig.

50 Dollar für das zweite Gepäckstück sind dabei der neue Standardpreis pro Strecke. Continental und United erlassen großzügig fünf Dollar, wenn man online eincheckt. US Airways macht es umgekehrt und schlägt fünf Dollar für den Check-in am Flughafen drauf.

Kein Aufpreis bei Condor, LTU und Lufthansa

Doch nicht alle Fluglinien kassieren auf USA-Flügen für den zweiten Koffer. Bei Condor, Lufthansa und LTU gilt auf USA-Flüge das großzügige "Piece Concept" weiter. Das heißt, zwei kostenlose Gepäckstücke mit jeweils maximal 23 Kilogramm. Bei den Ferienfliegern und Lufthansa ist derzeit kein Aufpreis für den Zweiten in Sicht.

Alternativ können USA-Urlauber auch mit Fluglinien sparen, die über Deutschland in die USA fliegen. Singapore Airlines zum Beispiel startet von Frankfurt nonstop nach New York und erlaubt weiterhin zwei Gepäckstücke. Air India hat auf den Flügen von Frankfurt nach Chicago und Newark dieselben Freigepäckregeln.

Schließlich bleiben noch Umsteigeverbindungen, zum Beispiel mit Air France über Paris. Auch dort gilt für USA-Flüge die alte Regel mit zwei Freigepäckstücken weiter.

Steht das großzügige Piece Concept auf der Kippe?

Ob die Europäer auf Dauer an der großzügigen Freigepäckregelung festhalten, ist allerdings fraglich. Denn schließlich ist das Piece Concept mit zwei freien Koffern eine Erfindung der Amerikaner, die gerne mit großem Gepäck reisen.

Wenn die US-Airlines nun der Reihe nach einen Rückzieher machen, könnte sich das weit verbreitete Gewichtskonzept aus Europa weltweit durchsetzen. Das bedeutet für die Economy Class der meisten Airlines: 20 Kilogramm Freigepäck und Schluss.
Thomas Hartung
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