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USA-Flagge
Deutsche Datenmuffel: nur einer von 500 USA-Reisenden lieferte seine Passdaten online freiwillig ab.
Foto: Stockxchng/Rawku5
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USA-EINREISE:

Schonfrist für Datenmuffel

16. März 2009 |
Eigentlich ist der neue US-Einreiseantrag ESTA seit Mitte Januar Pflicht. Doch USA-Urlauber, die ihre Daten vorab nicht online abliefern, kommen bei der Einreise mit einer Verwarnung davon. Aber wie lange noch?
Zur Zeit werde noch niemand auf den Flughäfen zurückgewiesen, nur weil er keine elektronische Einreisegenehmigung habe, sagte ESTA-Direktorin Beverly Good auf der Internationalen Tourismusbörse ITB Berlin gegenüber Gloobi. Allerdings müssten Datenmuffel mit einer Ermahnung rechnen. Wie lange die Amerikaner noch ein Auge zudrücken, ließ Good offen.

Offensichtlich gibt es reichlich USA-Besucher, die sich nicht an die neuen Regeln halten und den Einreiseantrag online ausfüllen. Good bezifferte die aktuelle ESTA-Quote auf nur 86 Prozent.

Nur einer von 500 Deutschen machte bei ESTA freiwillig mit

Die Deutschen sind besonders zurückhaltend mit ihren Daten. Seit August schon können sich USA-Reisende freiwillig registrieren, was ihnen die Sicherheit gibt, schnell und problemlos ohne Visum einzureisen. Doch nur einer von 500 Fluggästen nach Amerika habe den Service genutzt, sagt Good.

Seit dem 12. Januar sind die neuen Einreisebestimmungen der USA in Kraft. Alle Besucher, die kein Visum benötigen, müssen sich spätestens 72 Stunden vor dem Abflug im Internet registrieren und eine Einreiseerlaubnis beantragen.

ESTA, das Electronic System for Travel Authorization, soll einmal die grünen Einreisekarten ersetzen, die während des Fluges in die USA ausgegeben werden. Die Fragen sind die gleichen. Die Website gibt es auch auf Deutsch.

Achtung Abzocker im Internet unterwegs

Wichtig: Benutzen Sie den Gloobi-Link unten, den von der US-Botschaft oder geben Sie die Webadresse direkt ein. Wer ESTA googelt, landet vielfach bei privaten Serviceanbietern, die blauäugige Reisende abzocken. Dabei sind das ESTA-System und der Einreiseantrag kostenlos.

Empfehlenswert ist, nicht bis auf den letzten Drücker zu warten. Falls die Einreise verweigert wird, muss man sich mit dem US-Außenministerium auseinandersetzen oder ein herkömmliches Visum beantragen. Die Einreisefreigabe gilt übrigens nicht nur für eine Reise, sondern für zwei Jahre, egal wie oft man in die USA fliegt.

USA-Boom trotz Wirtschaftskrise

Eine frühzeitige Anmeldung bei ESTA ist auch angesichts des aktuellen Amerika-Booms sinnvoll. In den vergangenen Monaten stiegen die USA-Buchungen bei den Reiseveranstaltern um fast zehn Prozent. Für den Sommer deutet sich an, dass der Ansturm anhält. Wer seine elektronische Einreisegenehmigung schon in der Tasche hat, muss in der Hochsaison keinen Engpass fürchten.
Thomas Hartung
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