11. August 2017 – 08:40
DER Touristik vereinheitlicht Provisionsmodell
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Kevin Keogh und Mark Tantz – Foto: DER Touristik

Seit Jahren arbeitet der Konzern daran, die Vergütungsmodelle seiner beiden Filialen in Köln und Frankfurt zusammenzubringen. Nach dem Zusammenschluss der bis dahin gesellschaftsrechtlich getrennt geführten Einheiten innerhalb der DER Touristik Deutschland GmbH wird die Provision nun vollständig vereinheitlicht. Die bisher ausgezahlte Bonusvergütung für stabile oder steigende Umsätze mit jeder einzelnen der beiden Filialen gibt es künftig nicht mehr. Basis für die Provisionsberechnung ist künftig ausschließlich der mit den DER-Touristik-Marken erzielte Gesamtumsatz. Um zehn Prozent Grundprovision zu erhalten, müssen Agenturen nach wie vor 150.000 Euro mit den Konzernmarken umsetzen. Reisebüros, die den Vorjahresumsatz erreichen und mindestens 15.000 Euro mit den DER-Touristik-Hotelmarken umsetzen, erhalten darüber hinaus einen Bonus von 0,4 Prozent. Agenturen, die den Vorjahresumsatz um mindestens fünf Prozent übertreffen und mehr als 30.000 Euro mit den DER-Hotels machen, kassieren 0,9 Prozent zusätzlich.

"Einzelboni neu verteilt." Der Wegfall der Einzelboni für Köln und Frankfurt führe nicht zu einer Reduzierung der Auszahlungen, betonen Geschäftsführer Mark Tantz und Vertriebschef Kevin Keogh. Denn im Gegenzug seien sowohl der Bonus für Buchungen der konzerneigenen Hotellerie als auch die Provisionssätze innerhalb der einzelnen Umsatz- und Wachstumsstufen erhöht worden. Die Stufen selbst seien dabei unverändert geblieben. "Die Reisebüros können leichter an höhere Provisionen gelangen als in der Vergangenheit", rechnet Keogh vor. Dazu trage auch bei, dass die Zahl der Kriterien, die sie für Bonuszahlungen erfüllen müssten, durch die Vereinheitlichung reduziert worden sei.

Dass DER Touristik bei der Provision zum nächsten Geschäftsjahr nicht die Daumenschrauben anziehen würden, war nach dem holprigen Start des neuen Buchungssystems "Phoenix unlimited" im vergangenen Sommer und Winter zu erwarten. Keogh und Tantz deklarieren denn auch die neue Einheitssystematik als "Dankeschön" für die Reisebüros, "die uns während unserer inzwischen behobenen Systemprobleme die Treue gehalten haben". Denen biete man nun ein "einfaches, stabiles und planbares Provisionsmodell", sagt Tantz.

Christian Schmicke