11. Dezember 2017 – 14:44
Lufthansa richtet Meilenvergabe bei Miles & More am Ticketpreis aus
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Foto: Privat

Die Fluggesellschaften der Lufthansa Group folgen dem Beispiel anderer Fluggesellschaften und ändern die Systematik der Vergabe von Prämienmeilen an Teilnehmer ihres Vielflieger- und Prämienprogramms Miles & More. Die Höhe der Prämienmeilengutschrift richtet sich ab März 2018 nach dem Flugpreis, also dem Ticketpreis zuzüglich der von der jeweiligen Airline erhobenen Zuschläge, und dem Vielfliegerstatus der Programmteilnehmer. Bisher waren die Buchungsklasse beziehungsweise die Buchungsklasse und die Flugstrecke für die Höhe der Gutschrift ausschlaggebend.

Vier bis sechs Meilen pro Euro. Pro gezahltem Euro erhalten Teilnehmer künftig vier bis sechs Prämienmeilen. Für „normale“ Kunden gibt es bei Flügen mit Lufthansa, Swiss, Austrian und Brussels Airlines, Eurowings sowie weiteren Partnerairlines des Programms vier Meilen pro Euro. Teilnehmer mit Vielfliegerstatus erhalten auf Flügen mit Lufthansa, Swiss und Austrian Airlines sowie United Airlines und Air Canada sechs Prämienmeilen pro Euro. Auf Flügen mit Eurowings, Brussels Airlines und den weiteren Miles-&-More-Partnerairlines können Statusteilnehmer fünf Meilen pro Euro sammeln. Voraussetzung für die Vergabe nach der neuen Systematik ist, dass die Flugtickets von einer Lufthansa Group Airline und nicht von einer anderen Fluggesellschaft ausgestellt wurden.

Meilen für fremd ausgestellte Tickets weiter nach alter Systematik. Nach der derzeitigen, von der Buchungsklasse beziehungsweise der Buchungsklasse und der Entfernung abhängigen Praxis werden Meilen künftig nur noch dann vergeben, wenn Miles-&-More-Teilnehmer mit einer Fluggesellschaft des Konzerns reisen, das Flugticket aber von einer Fremdairline ausgestellt wurde, oder wenn es Bestandteil einer Pauschalreise ist. Wird der Flug bei einer der übrigen Partnerairlines gebucht und von einer dieser Fluglinien durchgeführt, sammeln Teilnehmer die Prämienmeilen ebenfalls wie bisher. Für Tickets, die bis zum 12. März 2018 gebucht werden, erfolgt die Meilenvergabe nach der bisherigen Praxis – auch, wenn die Reise am oder nach dem Stichtag angetreten wird.

Von der neuen Logik der Prämienmeilenvergabe unberührt bleiben der Vielfliegerstatus der Teilnehmer, damit verbundene Privilegien und die Vergabe von Statusmeilen. Die Umstellung ändere grundsätzlich nichts an der Anzahl der Prämienmeilen, die von den Airlines insgesamt ausgegeben werden, ebenso wenig verändere sich die Verfügbarkeit von Flugprämien, versichert Lufthansa. Hintergrund der neuen Systematik sei vielmehr die Absicht, den Kauf hochpreisiger Flugtickets künftig stärker zu incentivieren als bisher.