29. Juni 2017 – 15:52
Mit Schlips, Kragen und Strandkorb
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Verbandschefs: Jochen Szech (ASR), Joachim König (EVVC), Reinhard Meyer (DTV), Michael Frenzel (BTW), Kurt Heinen (ADAC), Guido Zöllick (DEHOGA Bundesverband), Benedikt Esser (RDA)

Besonders froh und locker sehen sie nicht aus, die sieben Herren, die in Anzug und Krawatte mit herbeigeschafften Strandkörben vor dem Berliner Reichstag posieren. Aber zu demonstrieren, das ist vermutlich auch nicht Bestandteil ihrer Kernkompetenz und bewegt sich außerhalb der eigenen Wohlfühlzone. Mit der Aktion wollten die Leithirsche der touristischen Verbände unter Federführung des BTW "Politik und Öffentlichkeit über die Relevanz der Reisebranche für den Wirtschaftsstandort Deutschland, aber auch über notwendige Veränderungen der Rahmenbedingungen informieren", erläutert BTW-Präsident Michael Frenzel. Zugleich fordere man vom Bundestag, der im September neu gewählt wird, "die Belange der Tourismuswirtschaft in der kommenden Legislaturperiode stärker zu berücksichtigen".

Sinkender Anteil an der inländischen Wertschöpfung. Zur Untermauerung ihrer Forderungen verwiesen die Branchenvertreter auf eine neue, vom Bundeswirtschaftsministerium in der vergangenen Woche veröffentlichte Studie zum Wirtschaftsfaktor Tourismus. Die Ergebnisse belegten einerseits die große Bedeutung des Tourismus für den Wirtschaftsstandort Deutschland. Die Branche sorge für fast 290 Milliarden Euro Umsatz, drei Millionen Beschäftigte und eine Wertschöpfung von mehr als 105 Milliarden in Deutschland. Jeder 15. Arbeitsplatz in Deutschland gehe auf das Konto des Tourismus und auch viele andere Wirtschaftsbereiche wie Handel, Handwerk oder Landwirtschaft profitierten vom Tourismus, erklärt Frenzel. Aber die Studie enthalte auch klare Signale, dass diese starken Zahlen keine Selbstläufer seien. Denn andere Branchen seien in den vergangenen Jahren stärker gewachsen, so dass der Anteil des Tourismus am Bruttoinlandsprodukt (BIP) von 4,4 Prozent im Jahr 2010 auf 3,9 Prozent im Jahr 2015 zurückgegangen sei.
 
Hohe Belastungen. Das liege nicht zuletzt daran, dass Bürokratie, Steuerbelastungen, überbordender Verbraucherschutz und vieles mehr einheimischen Unternehmen der Branche das Leben schwer machten. Insbesondere Fluggesellschaften hätten hierzulande damit zu kämpfen – von der Luftverkehrsteuer über hohe Luftsicherheitsgebühren bis hin zu Nachtflugverboten. "Diese Rahmenbedingungen müssen dringend korrigiert werden und es muss dringend verhindert werden, dass sich solche Entwicklungen in anderen Teilbereichen des Tourismus wiederholen", fordert Oberlobbyist Frenzel, der übrigens zugleich Vorsitzender des SPD-Wirtschaftsforums ist.

Während des  Wahlkapmfs will der BTW seine Lobbyarbeit verstärken. In den kommenden Wochen werde er "weitere konkrete Vorschläge formulieren, wie die neu zu bestimmende Bundesregierung in die touristische Zukunftsfähigkeit Deutschlands investieren kann“, kündigt Frenzel an.

Christian Schmicke

17. November 2017 – 01:55
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