06. September 2017 – 18:23
So reagiert die Touristik auf Hurrikan "Irma“
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Foto: US National Hurricane Center

Der Wirbelsturm, der die gefährlichste Kategorie 5 erreicht hat, bewegt sich langsam in Richtung Kuba und Dominikanische Republik. Am Freitag oder Samstag wird damit gerechnet, dass er in Florida auf Land trifft.

Auf den Antilleninseln Barbuda, Saint-Martin und Saint-Barthélemy richtete "Irma" nach Angaben der Behörden bereits schwerste Verwüstungen an. Ein großer Teil der Häuser sei zerstört oder beschädigt, heißt es. Auch Menschen sollen ums Leben gekommen sein. An Puerto Rico zog der Sturm in der vergangenen Nacht nördlich vorbei. Dort suchten zahlreiche Menschen Schutz in Notunterkünften. Es fiel starker Regen, Bäume knickten um, hunderttausende Menschen waren ohne Strom und 30.000 ohne Wasser. In Florida ordneten die Behörden für Teile der Stadt Miami eine Zwangsevakuierung an. Sie gilt für Zonen, die besonders von Überschwemmungen gefährdet sind. Auch Miami Beach ist davon betroffen.

Nach Angaben des DRV befinden sich derzeit allein in der Dominikanischen Republik derzeit rund 5.500 Veranstaltergäste aus Deutschland. Die Fluggesellschaft Condor teilt mit, dass sie am Mittwoch alle geplanten Flüge planmäßig abwickeln konnte. In den nächsten Tagen dürfte es allerdings zu Flugausfällen kommen. Thomas Cook bietet Kunden, die eine Reise in die Dominikanische Republik und nach Kuba mit Anreisedatum zwischen dem 7. bis einschließlich 12. September, oder zwischen dem 7. bis einschließlich 15. September nach Miami sowie in südlich davon gelegene Regionen in Florida gebucht haben, kostenlose Stornos und Umbuchungen an. Reisen nach Punta Cana und Puerto Plata mit Abreise am 7. und 8. September werden aufgrund des Hurrikans storniert, da nicht sichergestellt werden könne, dass den Gästen die gebuchte Hotelleistung zur Verfügung gestellt werden kann, heißt es. Bei Tui können Kunden gebührenfreie Umbuchungen und Stornierungen für die Dominikanische Republik, Kuba und die Bahamas für alle Anreisen bis einschließlich 10. September vornehmen. Von Florida-Reisen können Urlauber mit Anreisetermin bis einschließlich 12. September kostenlos zurücktreten. Die für Donnerstag geplanten Abflüge in die Dominikanische Republik werden um 24 Stunden verzögert, die Flüge nach Kuba um 48 Stunden. Die Veranstalter der DER Touristik offerieren Kunden für die Dominikanische Republik, Kuba, die Bahamas und Florida bei Abflug bis einschließlich 10. September kostenlose Umbuchungen und Stornierungen.

Die Lufthansa-Tochter Eurowings kündigte ebenfalls massive Störungen im Flugverkehr an. Passagiere, die im Zeitraum vom 6. bis 11. September nach Havanna und Varadero auf Kuba, Punta Cana und Puerto Plata in der Dominikanischen Republik sowie in die US-Städte Miami oder Orlando fliegen wollten, könnten kostenlos umbuchen, und zwar in den Zeitraum zwischen dem 12. September und dem 12. Oktober. Streckenänderungen oder eine Erstattung des Flugpreises seien dagegen nicht möglich, schreibt die Airline auf ihrer Website. Airberlin erklärt, Karibik-Flüge könnten auf Termine bis einschließlich 30. September umgebucht werden. Von Azur Air heißt es, der für den 8. September geplante Flug von Düsseldorf nach Punta Cana finde nach aktuellem Stand planmäßig statt.

Zu größeren Fahrplanänderungen zwingt "Irma“ auch die Kreuzfahrtgesellschaften. So wird die MSC "Divina“ Miami schon am Donnerstag statt, wie geplant am Samstag anlaufen. Gäste können dann wählen, ob sie an Bord bleiben oder nach Hause reisen wollen. Noch am selben Tag läuft die "Divina“ dann Richtung Cozumel, Mexiko, aus, das außerhalb der erwarteten Hurrikanzone liegt.

Carnival hat das am 7. September vorgesehene Auslaufen der "Liberty" von Port Canaveral  zu den Bahamas ebenso abgesagt wie eine geplante Reise der "Victory" am 8. September von Miami zu der Inselgruppe. Royal Caribbean streicht die Fahrten der "Enchantment of the Seas“  und der "Majesty of the Seas“ am 8. September zu den Bahamas ebenso wie eine geplante Tour der "Empress oft he Seas“ am 9. September nach Kuba. Die drei 5.400-Passagiere-Schiffe "Oasis“, "Allure“ und "Harmony of the Seas“ sollen auf hoher  See in sicheren Gewässern bleiben, bis sich die Lage beruhigt hat. Die "Enchantment“ und die "Majesty“ sollen am 13. September wieder Richtung Nassau auslaufen, die "Oasis“ am 12. nach Mexiko und die "Harmony“ am 13. ebenfalls nach Mexiko.

Disney Cruise Line hat die Reisen der "Fantasy“ am 9. und der "Dream“ am 8. und 11. gestrichen. Die "Fantasy“ kehrt am Donnerstag nach Port Canaveral zurück, zwei Tage früher als geplant. Norwegian Cruise Line cancelt die Abfahrten "Sky“ am 8. und der "Escape“ am 9. September.