03. April 2017 – 13:01
Thomas-Cook-Chef erklärt Handtuchkrieg für beendet
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Peter Fankhauser – Foto: Thomas Cook

Unter Berufung auf das Ergebnis einer Kundenumfrage will Peter Fankhauser deutsche und britische Gäste künftig häufiger im selben Hotel unterbringen. Die Nachrichtenagentur "Bloomberg" zitiert ihn mit dem Satz, die deutschen und britischen Kunden seien bereit, ihr Hotel mit Vertretern der jeweils anderen Nation zu teilen, wenn die Mischung stimme. Als unangenehm werde lediglich eine zu große Dominanz einer anderen Nation in der Ferienanlage empfunden.

Mit der neuen Regelung bricht Thomas Cook mit der über Jahrzehnte tradierten Auffassung, deutsche und britische Urlauber harmonierten an Urlaubsorten rund ums Mittelmeer nicht oder, wenn überhaupt, dann nur im absoluten Luxusbereich. Exemplarisch für diese Haltung steht der so genannte "Handtuchkrieg". Während deutsche Urlauber dazu neigen, morgens in aller Frühe die besten Liegeplätze am Pool mittels eines Handtuchs sozusagen zu reservieren, stößt diese Praxis bei den Briten auf Ablehnung und ruft schnell Empörung hervor. Umgekehrt gehen deutsche Gäste oft davon aus, dass die Urlauber von den britischen Inseln ständig betrunken seien.

Alles nur Vorurteile? Dass der Konzern diese Einschätzung nun zum "Mythos" erklärt, hängt freilich weniger mit einer Neuerfindung des Völkerverständigungsgedankens zusammen, als damit, dass die Trennung nach Nationalitäten die Auslastung von Hotelkapazitäten erschwert. Schließlich sind etwa die Ferientermine nicht immer deckungsgleich, so dass eine größere Flexibilität in der grenzübergreifenden Vermarktung die durchgehende Belegung der Bettenkapazität erleichtert.

Skandinavier als "Puffer". Allerdings scheint Fankhauser dem Friedensschluss im Handtuchkrieg selbst noch nicht so ganz über den Weg zu trauen. Deshalb sollen neben Deutschen und Briten auch skandinavische Kunden zu einem funktionierenden Gästemix beitragen. Dieser Schritt wirkt als eine Art Vorsichtsmaßnahme. Denn die Skandinaver, so heißt es, würden von Teutonen wie Angelsachsen gleichermaßen als freundlich eingeschätzt. Zudem soll die neue Weltoffenheit keineswegs in alle Feriengebiete Einzug halten. Destinationen wie Magaluf auf Mallorca, die ganz fest in britischer Hand sind, bleiben davon ausgenommen.

Übrigens hatte der heutige Thomas-Cook-Chef vor acht Jahren schon einmal eine Idee zur Beilegung des Handtuchkriegs. Damals führte er in zahlreichen Hotels die Möglichkeit ein, für rund drei Euro pro Tag Liege und Schirm vorab zu reservieren. "Das ist die schönste Innovation für den nächsten Winter", erklärte Fankhauser dazu. "Wir nehmen damit unseren Gästen den Stress am Morgen weg."

17. November 2017 – 01:55
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