16. Juni 2017 – 12:06
Tui schaltet Experten-Community ab

In aller Stille hat Tui die 2012 gestartete "Experten-Community" auf der Website beerdigt. Die Plattform, auf der Reisebüros und Tui-Angestellte Reiseberichte und Tipps veröffentlichten, um sich als Experten für bestimmte Zielgebiete oder Urlaubsformen zu profilieren, ist bereits abgeschaltet. Laut Tui können Expedienten ihre Tipps und Bilder noch bis Ende Oktober im Erfassungstool der Community finden, um sie gegebenenfalls anderweitig zu verwenden.

"Perfekte Gelegenheit". Bei der Einführung des Tools hatte Tui geworben, die Community sei "eine perfekte Gelegenheit für Expedienten und Spezialveranstalter, die ihr Wissen teilen und dabei neue Kundenkontakte knüpfen möchten". Jeder Expedient könne selbst entscheiden, wie viel er von seinem Wissen preisgibt. Je mehr jemand verrate, desto höher seien "theoretisch die Chancen auf neue Kontakte zu Kunden mit dem entsprechenden Wissen“. Zuletzt wurden unter dem Link 163 Firmenprofile und 1.683 Reiseexperten mit insgesamt 6.519 Expertentipps aufgeführt.

Neue Projekte. Der Marktführer erklärt die Auflösung der Community damit, dass man sich auf "andere Projekte aus dem Bereich Multichannel" konzentrieren wolle, die den stationären Vertrieb mit dem Online-Vertrieb verknüpfen. Diese böten "aktuell einen stärkeren Mehrwert für die Kunden, den Veranstalter und die Vertriebspartner". Gemeint sind damit etwa ein Live-Chat und das so genannte "Reisewunschportal", das Kunden nach ihren Wünschen fragt, wenn sie in Begriff sind, die Tui-Seite zu verlassen. In beide Aktivitäten werden Reisebüros einbezogen.

Geringe Beliebtheit. Eine Umfrage unter Reisebüros für das "Reise vor9 Magazin" hatte im Mai ergeben, dass die Mitmach-Angebote der Veranstalter bei Reisebüros nicht sonderlich beliebt sind. Die Mehrheit der befragten Expedienten beteiligt sich auf diesen Plattformen nicht. Und nur 18 Prozent derer, die grundsätzlich in Expertenforen aktiv sind, stellen ihr Know-how auf der Website ihres Leitveranstalters zur Verfügung - also nicht einmal fünf Prozent aller 200 befragten Büros. Wenn überhaupt, ist der stationäre Vertrieb eher auf der eigenen Website oder auf derjenigen seiner Reisebüroorganisation aktiv.

Christian Schmicke

17. November 2017 – 01:55
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Wer oder was ist eigentlich dieses Interpid, Intripid, Intre… argh!!?? Ok, wir geben es ja zu. Unser Name ist nicht besonders einfach auszusprechen. Dafür ist bei uns aber ansonsten alles ziemlich easy – für Sie und für Ihre Kunden. Intrepid Travel