23. Juli 2017 – 20:10

Die griechische Insel Kos kam auch in den Tagen nach dem schweren Erdbeben in der Nacht zum vergangenen Freitag nicht zur Ruhe. Nach zwei besonders heftigen Nachbeben am Samstagabend, die eine Stärke von 4,6 bis 4,7 erreichten, hätten viele Menschen vorsichtshalber im Freien übernachtet, berichten Nachrichtenagenturen. Sie hätten in Parks, auf Strandliegen oder in ihren Autos campiert. Experten gehen davon aus, dass die Nachbeben noch Wochen andauern. Den Menschen auf Kos erschwert das die Rückkehr zur Normalität.

Der Schwerpunkt der Schäden befindet sich offenbar in der Stadt Inselhauptstadt Kos. Nach einer ersten Bilanz melden die griechischen Behörden an knapp 100 Gebäuden Schäden. Zwei der rund 200 Hotels und Pensionen seien evakuiert worden. Die Urlauber wurden in anderen Unterkünften untergebracht. Derzeit überprüfen Fachleute die Statik der Gebäude und die Schäden, die  am Hafen entstanden. Fähren müssen derzeit einen anderen Hafen der Insel anlaufen.

21. Juli 2017 – 16:18

Nach dem Seebeben in der Grenzregion zwischen Griechenland und der Türkei, von dem die Insel Kos am stärksten betroffen war, findet die Insel nach Angaben der örtlichen Behörden langsam wieder zur Normalität zurück. Die Infrastruktur ist intakt", versicherte der griechische Regierungssprecher Dimitris Tzanakopoulos laut der Nachrichtenagentur DPA am Freitagnachmittag. Zahlreiche Häuser wurden nach Angaben griechischer Medien beschädigt. Viele von ihnen zeigten Risse, einige stürzten sogar ein. Auch die Burg in der Altstadt von Kos soll betroffen sein. An den meisten Hotels auf der Insel sowie an neueren Gebäuden seien insgesamt nur leichte Schäden aufgetreten, heißt es.  Probleme mit der Unterbringung von Gästen oder Inselbewohnern gebe es nicht. Allerdings hätten viele Touristen die Nacht zum Freitag aus Angst vor weiteren Nachbeben im Freien verbracht. Mit Nachbeben ist nach Angaben der Behörden zu rechnen.

Tsunami ausgelöst. Bei dem Beben der Stärke 6,7 wurden in der Nacht zum Freitag zwei Touristen in einer Bar in Kos-Stadt getötet und viele Menschen verletzt. Es löste zudem einen kleinen Tsunami aus, der den Yachthafen sowie den Fährhafen beschädigte und einige Straßen in Kos-Stadt überschwemmte. Auch im benachbarten türkischen Bodrum entstand ein Tsunami, der für überschwemmte Straßen sorgte. Menschen sollen dort nicht zu Schaden gekommen sein. Auf Kos wurde der Fährverkehr zunächst eingestellt. Auch der Flugbetrieb wurde kurz unterbrochen, dann aber wieder aufgenommen.

"Mit dem Schrecken davongekommen." In einer Mitteilung der Tui, die nach eigener Aussage derzeit 6.400 Kunden vor Ort hat, erklärt der Veranstalter, sämtliche Gäste seien "mit dem Schrecken davongekommen". Es habe "nur in Einzelfällen durch herumfliegende Glassplitter leichte Verletzungen" gegeben. Ein Grund zu kostenlosen Stornierungen oder Umbuchungen von Reisen nach Kos besteht nach Angaben der Veranstalter nicht. Für Gäste vor Ort, die die Insel vorzeitig verlassen wollen, sollen auf dem Kulanzweg passable Lösungen gefunden werden.

Nach Auskunft eines Reporters der "Rhein-Main-Presse", der sich derzeit im Urlaub auf Kos befindet, wurde das Hotel "Continental Palace" bei Kos-Stadt, in dem er sich befand, stark beschädigt. Es zeige deutliche Risse, ein Teil sei sogar eingestürzt. ie Anlage sei unbewohnbar. Nach Informationen von DER Touristik sind drei weitere Hotels beschädigt. Der DRV berichtet, einige wenige Hotels würden derzeit als nicht mehr sicher eingestuft, die Veranstalter kümmerten in diesen Fällen um Alternativen.

Christian Schmicke

21. Juli 2017 – 14:44
elephantsfacingeachotherworldanimalprotection

Die Idee, dass ein sensiblerer Umgang mit Tieren für die Touristik wichtig ist, greift offenbar in immer weiteren Teilen der Branche um sich. Nun hat der Internet-Riese Expedia angekündigt, Attraktionen, bei denen Touristen in direkte Interaktion mit Wildtieren gehen, aus der Liste buchbarer Angebote zu streichen. In den nächsten Wochen sollen die Anbieter einer gründlichen Überprüfung unterzogen werden. Dabei arbeite man mit Tierschutzorganisationen wie der Association of Zoos and Aquariums, der U.S. Wildlife Trafficking Alliance, der Born Free Foundation, der Humane Society of the United States and Humane Society International zusammen, erklärt das Unternehmen.

Außerdem kündigte Expedia an, Kunden künftig ausführlicher über Tierattraktionen, die weiterhin über Expedia gebucht werden können, zu informieren. Dazu soll ein eigenes Lernportal aufgebaut werden, das mit den Angeboten direkt verlinkt wird.

Mit dem Schritt folgt der Plattform-Betreiber anderen Online-Anbietern, wie zum Beispiel Tripadvisor. Von den deutschen Reiseveranstaltern hatten in den vergangenen Wochen und Monaten unter anderem Tui, Thomas Cook und DER Touristik angekündigt, Anbieter von Wildtierattraktionen einer Überprüfung durch unabhängige Organisationen zu unterziehen und diejenigen, die sich nicht an den Regeln des Tierschutzes orientieren, aus dem Angebot zu streichen.

21. Juli 2017 – 13:23
dertouristikzentrale

Veranstalter, die mit dem stationären Vertrieb über Reisebüroinkasso zusammenarbeiten, waren deswegen über lange Jahre beliebt. Denn während beim mittlerweile von den meisten Anbietern praktizierten Direktinkasso nur die Provision auf die Konten der Reisebüros fließt, landet beim Reisebüroinkasso zunächst der gesamte Reisepreis dort. Am Ende ist die Summe, die den Vertriebspartnern bleibt zwar dieselbe, aber von den Banken wird die Bonität von Unternehmen, über deren Konten mehr Geld bewegt wird, höher angesiedelt als bei denjenigen mit geringeren Zu- und Abflüssen.

Doch die Sichtweise des stationären Vertriebs ändert sich mit Inkrafttreten der neuen Pauschalreisegesetzgebung im Juli 2018. Denn dann sind Reisebüros verpflichtet, das Geld, das ihnen von ihren Kunden ausgezahlt wird, gegen die eigene Insolvenz zu versichern, um die Verbraucher vor wirtschaftlichen Schäden im Fall einer Pleite abzusichern. Dabei gilt: Je höher die Beträge, die die Büros von ihren Kunden erhalten, desto teurer wird der Insolvenzschutz.

Von den großen Veranstaltern sind es vor allem die Marken der Frankfurter DER Touristik, Dertour, Meier's Weltreisen und ADAC Reisen, die noch via Reisebüroinkasso abrechnen. Das soll sich demnächst allerdings ändern. Wie DER Touristik auf Anfrage bestätigt, will das Unternehmen Reisebüros künftig alternativ die Möglichkeit einräumen, den Bezahlvorgang via Direktinkasso abzuwickeln. Wann genau die neue Regelung umgesetzt werden soll, dazu hält man sich in Frankfurt noch bedeckt. Es werde aber sichergestellt, dass die Vertriebspartner rechtzeitig über mögliche Umstellungen informiert würden, heißt es.

20. Juli 2017 – 16:38
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Wer hochpreisige Reisen verkaufen will, muss sich im Ziel auskennen und Insider-Tipps parat haben, sagt Ute Dallmeier, Geschäftsführerin von Windrose Finest Travel im Interview mit "Reise vor9 Magazin":

Können Reisebüros Luxus?
Einige schon. Wenn Reisebüros sich auf dieses Geschäft einlassen und den Ehrgeiz haben, dann können sie das lernen. Natürlich brauchen sie auch das Klientel dafür. Manche Reisebüros können das richtig gut.

Woran hapert es bei den anderen?
Ein Kunde, der sich einem Reisebüromitarbeiter zuwendet, braucht vor allem das Gefühl, mein Gegenüber ist Experte für diese Destination oder Urlaubsart.  Wenn ich ein Allrounder bin, dann habe ich ein Problem im Luxusbereich. Ich brauche zum Beispiel Markenkenntnis. Ich muss wissen, was der Unterschied zwischen einem Aman Resort und einem Shangri-La ist.

Was ist der größte Fehler?
Nicht richtig zuzuhören. Ich muss mich auf den Kunden einlassen, muss verstehen, welche Art von Luxus er in seinem Urlaub erwartet. Ob er zum Beispiel besonderen Wert auf lokales Essen legt.

Was braucht es noch für die Beratung?
Sympathie, Insider-Wissen und eine Passion für das Luxusgeschäft.

Muss bei Luxuskunden immer der Chef ran?
Nein, das muss nicht sein. Aber in kleineren Büros übernimmt das meistens der Chef.

Spielt dabei das Alter der Expedienten eine Rolle?
Nicht unbedingt. Jüngere punkten oft mit Lifestyle.

Viele Expis haben Angst vor Luxuskunden.
Die meisten Luxuskunden sind halt sehr niveauvoll, auch in der Konversation. Da ist auf Seite der Reisebüromitarbeiter schon ein gewisser Respekt vorhanden.

Ist es ein Problem, dass die Reisen manchmal mehr kosten als das Jahresgehalt eines Expedienten?
Nein, ein Autoverkäufer verkauft auch Ferrari und Porsche, die er sich selbst nicht leisten kann.

Das ganze Interview und mehr Tipps zum Thema Luxusreisen in der aktuellen Ausgabe des Reise vor9 Magazins.

20. Juli 2017 – 15:29
nordbeckdoertegfk

Der Lobbyverband der Online-Touristik VIR und die Marktforschungsgesellschaft GfK sehen das touristische Internetgeschäft weiter auf dem Vormarsch. Nach Daten der GfK stiegen die über Reiseportale der OTAs und Veranstalter online gebuchten Sommerumsätze im Vorjahresvergleich um insgesamt neun Prozent. In den stationären Reisebüros falle das Wachstum mit drei Prozent zum Buchungsstand Ende Mai 2017 "sichtlich kleiner aus", heißt es. Insgesamt hätten die Deutschen für Sommerurlaub bislang 10,5 Milliarden Euro ausgegeben – das entspricht einem Zuwachs um fast vier Prozent im Vergleich zu 2016. Der Großteil der als Pauschalreise oder als Bausteine zusammengestellten Urlaube werde zwar nach wie vor über stationäre Reisebüros verkauft, doch der Online-Vertrieb habe stärker zulegen können, sagt Dörte Nordbeck, Head of Travel & Logistics GfK Deutschland. Sie glaubt, dass die Portale ihren Wachstumsvorsprung gegenüber dem stationären Vertrieb in den nächsten Wochen noch ausbauen, könne, da das Online-Geschäft im Kurzfristbereich traditionell stark sei. Gerade die Buchungen für einfach buchbare, typische Pauschalreiseziele wanderten zunehmend ins Internet, analysiert Nordbeck.

Grundlage für die Aussage sind die Daten des Vertriebspanel der GfK. Es erfasst die Buchungsdaten von rund 1.500 Reisebüros. Im Onlinebereich werden die Buchungsdaten der Reiseportale und der Reiseveranstalter ausgewertet und auf den Gesamtmarkt hochgerechnet. Die Aussagen im Text beziehen sich laut GfK auf den Buchungsstand Ende Mai 2017 für die Sommersaison 2017.

20. Juli 2017 – 13:04
gabrielsigmarwikipedia

Nachdem ein Istanbuler Gericht am Dienstag für sechs Menschenrechtler, unter denen auch ein Deutscher ist, Untersuchungshaft angeordnet hatte, verschärfte das Auswärtige Amt nun seinen Reisehinweis für die Türkei. In dem am Donnerstag geänderten Hinweis heißt es nun, alle deutschen Staatsbürger, "die aus privaten oder geschäftlichen Gründen in die Türkei reisen, wird zu erhöhter Vorsicht geraten und empfohlen, sich auch bei kurzzeitigen Aufenthalten in die Listen für Deutsche im Ausland bei Konsulaten und der Botschaft einzutragen". Bislang war dieser Hinweis auf einzelne Personengruppen begrenzt worden. Außerdem weist das Amt darauf hin, dass die türkische Regierung den im Juli vergangenen Jahres nach dem Putschversuch durch Teile des Militärs ausgerufenen Notstand mindestens bis zum 19. Oktober verlängert hat. Er bedeutet, dass unter anderem Ausgangssperren kurzfristig verhängt, Durchsuchungen vorgenommen und allgemeine Personenkontrollen jederzeit durchgeführt werden können. Im Einzelfall könne es auch zu Festnahmen von Personen kommen, gegen die türkische Behörden strafrechtlich vorgehen. Das war unter anderem bei den jüngst betroffenen Menschenrechtlern geschehen, denen ohne jeden Beleg die Unterstützung einer terroristischen Vereinigung zur Last gelegt wird. In der Türkei können Menschen bis zu fünf Jahre in Untersuchungshaft gehalten werden, bevor ein Prozess gegen sie beginnen muss.
 
"Deutsche Staatsbürger sind nicht vor willkürlichen Verhaftungen sicher“, fasst Bundesaußenminister Sigmar Gabriel in einem Statement die Situation zusammen. Man könne daher gar nicht anders, als die Reise- und Sicherheitshinweise anzupassen. Auf die Machtlosigkeit deutscher Behörden in solchen Fällen weist das Auswärtige Amt bereits seit längerem hin. "Die Auslandsvertretungen werden bei Festnahmen deutscher Staatsangehöriger nicht immer rechtzeitig unterrichtet, der Zugang für die konsularische Betreuung wird nicht in allen Fällen gewährt", heißt es in dem Reisehinweis.

Konkrete rechtliche Auswirkungen für Reisende und Veranstalter hat die Änderung des Reisehinweises indes nicht, sie ist eher symbolischer Natur. Denn eine Reisewarnung existiert nach wie vor nur für einzelne Landesteile, etwa an den Grenzen zu Syrien und dem Irak. Dementsprechend ändert sich auch an den Storno- und Umbuchungsbedingungen für gebuchte Reisen nichts. Die Veranstalter bieten auch keine davon abweichenden Lösungen an. Allerdings würden die Gäste in den türkischen Urlaubsgebieten von den Veranstaltern über den geänderten Reisehinweis informiert, teilt der DRV mit.

Unterdessen hat der türkische Präsident Recep Tayip Erdogan im Zuge einer Kabinettsumbildung auch das Tourismusministerium neu besetzt. Nabi Avci, der seit Mai 2016 das Ministerium für Kultur und Tourismus in Ankara leitete, wird durch Numan Kurtulmus ersetzt. Türkische Medien spekulieren, dass Kurtulmus, der als Vertrauter des Präsidenten gilt und wie sein Vorgänger keine Erfahrung im Tourismus besitzt, auf diese Weise der Weg zum Posten des Parlamentssprechers geebnet werden solle.

Christian Schmicke

Den aktualisierten Reisehinweis des Auswärtigen Amtes finden Sie hier.

Das Pressestatement von Bundeaußenminister Sigmar Gabriel zu diesem Thema finden Sie hier.

20. Juli 2017 – 11:20
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Mal keine Katastrophenmeldung aus Syrien: In ihrer Heimat war Malakeh Jazmati eine gefeierte Fernsehköchin. Jetzt, fern der Heimat, hat sie ihre Familienrezepte in ein aufwendig gestaltetes Kochbuch gepackt. Hummus mit gebackenem Fladenbrot, Weinblätter mit Lamm oder Tabouleh – Rezepte zum Nachkochen, toll bebildert und grafisch kunstvoll garniert.

„Zurzeit kann man mein Land nicht besuchen, denn es herrscht Krieg“, schreibt Jazmati in ihrem Vorwort. Der zerstöre Menschen, Tiere, Pflanzen, Bauwerke und Wissen. Zumindest die Traditionen der syrischen Küche will Jazmati mit ihren „Sehnsuchtsrezepte aus meiner syrische Heimat“ bewahren. Das Buch „Malakeh“ ist im ZS-Verlag erschienen, hat 192 Seiten und kostet 34 Euro.

Malakeh Jazmati flüchtete vor zwei Jahren aus Syrien, lebt heute mit ihrer Familie im Berliner Gemeinschaftshaus Refugio und betreibt den Catering Service Levante Gourmet.

Eine Kostprobe aus ihrem Buch zum Nachkochen:

Mnazalet Bazenjan, gefüllte Aubergine mit Reis

Zutaten für vier Personen: 1kg kleine Auberginen (4 Stücke), 3EL Sonnenblumenöl, 25g Margarine, 75g Zwiebeln, 200g Hackfleisch (Rind oder Huhn), Nüsse oder Mandelstifte, Salz, Pfeffer aus der Mühle, 30g Petersilie, 2 Brühwürfel (Hühnerbrühe), gegarter Reis zum Servieren

Zubereitung 20 Minuten, Garzeit 30 Minuten: Die Aubergine vorsichtig aushöhlen, das Fruchtfleisch anderweitig verwenden. Auberginen in Öl und Margarine in einer Pfanne rundum anbraten, wieder herausnehmen.

Die Zwiebeln schälen, in feine Würfel schneiden und mit dem Hackfleisch im verbliebenen Bratfett anbraten, bis das Hackfleisch krümelig ist. Mit Salz und Pfeffer würzen. Die Petersilie waschen und trocken schütteln, die Blätter abzupfen, klein schneiden und unter das Hackfleisch mischen.

Den Backofen auf 200 Grad vorheizen. Jede Aubergine mit einem Viertel der Mischung befüllen und alle nebeneinander in eine hitzebeständige Form legen. Die Brühwürfel in einem Glas heißem Wasser auflösen und über die Aubergine gießen.

Die Form mit Alufolie bedecken und die Auberginen im Ofen auf der mittleren Schiene etwa 30 Minuten garen. Mnazale Bazenja mit Reis servieren. Fein schmeckt es auch, wenn man den Reis unter die Füllung mischt und die gefüllten Auberginen mit einem Mix aus gerösteten Nüssen und Kernen bestreut.

Guten Appetit!

19. Juli 2017 – 16:03
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Der Asien-Spezialist, der im November 2016 nach einer Insolvenz vom Leipziger Veranstalter LMX Touristik übernommen wurde, hat eine neue IBE. Die neue Technik soll die Buchung von Kombinationsreisen und Rundreisen nach Asien und an den Indischen Ozean "wesentlich einfacher und intuitiver" machen, wirbt der Veranstalter.

Flüge, Hotels, Rundreisen, Transfers und Ausflüge werden in Echtzeit abgefragt, als Kombireisepaket dargestellt und sind mit Sofortbestätigung buchbar. Bisher war die Zusammenstellung von Kombinationsreisen stets mit Anfragebuchungen und längerer Suche nach Flugalternativen verbunden. Die Flugsuche liefert nun in Echtzeit bis zu 150 Ergebnisse, Nutzer können ihren Flug individuell nach Airline, Abflugzeit, Flugdauer und Preis auswählen. Stopover-Tarife, zum Beispiel für Stopps in Dubai, Bangkok oder Hong Kong verarbeitet das System automatisch. Auch Gabelflüge im Zielgebiet oder bei den Abflughäfen stellten für die neue Kombireise-IBE kein Problem dar, verspricht Markenchef Alexander Sieland.

Reisebüros können die IBE nutzen, indem sie sich während des Buchungsprozesses auf der Sun-Trips-Homepage oder im LMX-Agentweb mit ihrer Agenturnummer und ihrer Postleitzahl anmelden. Büros, die über eine LMX-Agentur verfügen, sind automatisch im neuen System hinterlegt und zur Buchung freigeschaltet. Die Sun-Trips-IBE könne von Reisebüros auch mit der eigenen Website verlinkt werden, wirbt der Veranstalter. Zudem könnten Reisebüros auch einen Link von ihrer Reisebüro-Seite auf die SunTrips Homepage setzen. Für daraus resultierende Buchungen erhalten Reisebüros jeweils die volle Provision und übernehmen auch selber die Buchungsbearbeitung und den Kundenkontakt.

Neu ist auch die Möglichkeit, individuelle Angebote von der Sun-Trips-Website per E-Mail und Whats App an Kunden zu senden oder auf der Facebook- und Twitter-Seite des Reisebüros zu posten. Die Agenturnummer ist dabei hinterlegt; daraus resultierende Buchungen werden damit dem Reisebüro zugeordnet.  

19. Juli 2017 – 15:25
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Ohne umzusteigen ans Ziel zu gelangen, ist Flugreisenden noch wichtiger als der Ticketpreis. Das geht aus einer Umfrage der Forschungsgruppe Wahlen im Auftrag des Bundesverbandes der Bundesverbandes der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) hervor. Demnach ist für 85 Prozent die Direktverbindung ein wichtiges Entscheidungskriterium, der Preis des Fluges spielt für 83 Prozent eine große Rolle. Bei Geschäftsreisenden sind die Prioritäten deutlicher ausgeprägt als bei Privatreisenden: 91 Prozent der Business Traveller erklären den Direktflug zum entscheidenden Kriterium, 73 Prozent den Ticketpreis.  Für 81 Prozent der Reisenden haben günstige Abflugzeiten große Bedeutung, der Ruf der Fluggesellschaft ist 69 Prozent wichtig.

Beim Service übt sich die Kundschaft offenbar mittlerweile in Bescheidenheit. Nur 39 Prozent fällen ihre Entscheidung anhand dieses Kriteriums. Bei der Frage, was den Passagieren beim Fliegen besonders wichtig ist, setzt sich dieser Trend fort. Nicht einmal die Hälfte nennt dabei  die Verpflegung an Bord. Dominante Anforderungen sind die Sauberkeit an Bord (97%), das Sicherheitsgefühl (96%) und die gute Erreichbarkeit des Flughafens (94%). Freundliches Personal wünschen sich 93 Prozent. Das Unterhaltungsangebot (36%) und attraktive Vielfliegerprogramme (19%) spielen für die Kunden dagegen keine größere Rolle.

Christian Schmicke