Der neue Reise vor 9 Magazin ist da!

25. Mai 2018 – 17:10

Das Thema war in den vergangenen Tagen Ausgangspunkt für viele Diskussionen: Vor Beginn der Pfingstferien hatte die Polizei an bayerischen Flughäfen gezielt Familien mit Kindern im schulpflichtigen Alter kontrolliert, um dagegen vorzugehen, dass die Eltern den Ferienbeginn eigenmächtig vorverlegen, um auf diese Weise bei den Flugtarifen eine Menge Geld zu sparen. Allein in Nürnberg und Memmingen waren ihr dabei mehr als 20 Familien ins Netz gegangen, deren Kinder in der Schule unentschuldigt fehlten. Polizei und Lehrerverbände rechtfertigten die Aktion als notwendiges Warnsignal gegen ein immer weiter um sich greifendes Phänomen, während auf der anderen Seite zahlreiche Kommentatoren fragten, ob unsere Sicherheitsbehörden denn keine wichtigen Aufgaben zu erledigen hätten, als ein paar Kinder vom unberechtigten Fernbleiben vom Unterricht abzuhalten. Tatsache ist: Sich der Schulpflicht zu entziehen ist in Deutschland eine Ordnungswidrigkeit, die mit Bußgeldern belegt werden kann. Und: Auf Verlangen der Schulen hätten die Familien ihre Reise abbrechen und die Kinder in die Schule bringen müssen.

Die Mehrheit findet's gar nicht gut. Der Vermittler und Betreiber von Airport-Parkplätzen Holiday Extras hat nun eine Umfrage durchgeführt, um zu ermitteln, wie die Bundesbürger das Blaumachen zu Gunsten der Urlaubskasse beurteilen. Befragt wurden dabei knapp 1.000 Zeitgenossen. Fast jeder Neunte gab demnach an, die Kinder schon mal früher aus der Schule genommen zu haben, um von günstigeren Preisen zu profitieren. Knapp 50 Prozent der Befragten erklärten allerdings, sie hielten den eigenmächtige Frühstart in den Urlaub für unmoralisch und würden das selbst nicht tun. Die verbleibenden 42 Prozent betrachten das Thema laut Holiday Extras neutral und gaben an, sie hätten sich in der Vergangenheit kaum Gedanken über diese Möglichkeit gemacht.

Junge und Männer sehen die Sache locker. Männer zeigen nach Erkenntnissen der Befragung eine höhere Bereitschaft, den Nachwuchs für günstigere Ferien auch mal schwänzen zu lassen. Etwa elf Prozent taten dies in der Vergangenheit bereits. 43 Prozent sprachen sich dagegen aus. Bei den Frauen tendierten nur etwa sechs Prozent zum Schwänzen – fast 56 Prozent sind dagegen. Jüngere Menschen zeigen diesbezüglich offenbar weniger Skrupel als ältere. Mit mehr als zwölf Prozent ist die Bereitschaft, die Kinder früher aus dem Unterricht zu nehmen, bei den Befragten von 35 bis 44 am ausgeprägtesten. Am niedrigsten ist sie mit 5,5 Prozent bei den Umfrageteilnehmern zwischen 55 und 64 Jahren. Aber die haben in der Regel auch keine schulpflichtigen Kinder mehr.

 

25. Mai 2018 – 14:52
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Aida-Chef Felix Eichhorn kann es mit dem Flottenausbau gar n­icht schnell genug gehen. Und so soll neben dem für dieses Jahr vorgesehenen Neubau "Aida Nova“ gut ein Jahr später die "Aida Mira“ für die Reederei in See stechen. Dabei handelt es sich allerdings keineswegs um ein neues Schiff, sondern um die „Costa Neo-Riviera“ der Schwesterreederei.

Umbaupläne. Bevor die „Mira“ unter neuem Namen auf große Fahrt geht, werde das Schiff umgebaut und neu gestaltet, kündigt Eichhorn an. Auf dem Sonnendeck des 216 Meter langen Schiffs werden zwei große Pools und zwei Whirlpools installiert. Von den 624 Kabinen sind 96 als Suiten vorgesehen, davon 80 mit Balkon. Sechs Bars und sechs Restaurants sorgen für das kulinarische Angebot. Die erste Reise tritt die "Mira“ nach derzeitiger Planung am 4. Dezember 2019 von Palma de Mallorca aus an.

Neue Routen.Eine Neuheit im Aida-Programm wird die Routedes Neuzugangs  sein: Sie begibt sich zunächst ins südliche Afrika. Start- und Zielhafen der 14-tägigen Route "Südafrika & Namibia" ist Kapstadt. Weitere Häfen sind Durban, East London und Lüderitz am Rande der Namib-Wüste. In Kapstadt bleibt das Schiff für mehrere Tage, so dass die Gäste Zeit zum Erkunden haben. Auch in der Walfischbucht in Namibia bleibt das Schiff über Nacht.

Entdeckerreisen. Die „Mira“ wird wie auch die altesten und kleineren Schiffe der Reederei, "Aura“, "Cara“ und "Vita“, für das sogenannte „Selection“-Programm von Aida Cruises an den Start gehen Damit will man laut Eichhorn "weltoffene Entdecker ansprechen, die Land und Leute auf besonders intensive und einzigartige Weise erleben möchten“.

Der Neuzugang „Nova“ mit Platz für 5.000 Passagiere soll bereits im November seine ersten Reisen antreten. Vom Frühjahr 2021 und 2023 an ist der Einsatz der zweier weiterer Schwesterschiffe geplant. Damit soll die Flotte dann 16 Schiffe umfassen. Auch die Schwesterreederei Costa Crociere wächst ungeachtet des Abgangs der "Neo-Riviera" weiter. BVon 2019 bis 2021 will die Carnival-Tochter vier neue Schiffe in Dienst stellen.

 

25. Mai 2018 – 13:44
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Im Vergleich zum Massengeschäft mit Megalinern ist das Segment noch winzig. Doch seine Wachstumsdynamik ist durchaus beeindruckend. Laut einer Marktanalyse des Fachportals “Cruise Industry News“ stehen bis 2022 28 neue Expeditiosschiffe in den Einkaufsbüchern der Reedereien. Vier davon sollen noch in diesem Jahr mit Gästen in See stechen. Den Anfang macht im Juni die „Le Laperouse“ der Reederei Ponant, zu den weiteren Neuzugängen zählt die „World Explorer“ der Reederei Mystic Cruises, die abwechselnd von Quark Expeditions und Nicko Cruises vermarktet werden soll.

Für 2019 ist bereits die Indienststellung von elf neuen Schiffen geplant. In Deutschland setzt vor allem Hapag-Lloyd Cruises auf das kleine aber feine Expeditionssegment. Gerade hat das Mutterunternehmen Tui den Bau eines dritten Schiffes der Hanseatic-Klasse abgesegnet. Er soll wie die „Hanseatic Nature“ und die „Hanseatic Inspiration“, die im nächsten Jahr startklar sein sollen, über 230 Gästebetten verfügen und von 2021 an zum Einsatz kommen. Zugleich will sich Hapag-Lloyd Cruises im Expeditionsbereich von der exklusiven Vermarktung in den deutschsprachigen Ländern verabschieden und auch international auf Kundenfang gehen.

Gemein ist den Neubauten der nächsten Generation, dass sie den Markt der Expeditionskreuzfahrten grundlegend verändern. Waren die Schiffe früherer Generationen, die sich durch die Arktis oder die Antarktis kämpften, oft robuste, aber in Sachen Komfort einfache Exemplare und häufig russischer Bauart, so setzen die Nachfolger auf Luxus und Exklusivität. Das Kalkül, das dahinter steckt, ist klar. Anders als das Massensegment, das seine Auslastung bisweilen mit niedrigen Einstiegspreisen erreichen muss, kann sich die Kreuzfahrt in einzigartige, abgelegene Regionen der Welt an Bord kleiner Schiffe Preiskämpfen bislang entziehen. Zwar sind auch die Kosten hoch – so kommt bei den Hanseatic-Neubauten auf einen Passagier ein Crewmitglied und für Vorträge müssen hochkarätige Experten engagiert werden. Aber auch die Einkünfte sind verlockend. So zeigt ein Blick in aktuelle Zahlen von Tui, dass bereits die bestehende Flotte von Hapag-Lloyd Cruises mit ihren je zwei Luxus- und zwei Expeditionsschiffen durchschnittliche Tagesraten von 594 Euro erreicht. Zum Vergleich: Bei Tui Cruises, die sich immerhin als Teil des Premiumsegments verstehen, liegen die Einnahmen bei 173 Euro am Tag.

Christian Schmicke

24. Mai 2018 – 18:46
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Für Aufregung sorgten in den vergangenen Tagen Mitteilungen über das Auftauchen der berüchtigten Portugiesischen Galeere vor Mallorcas Stränden – einer Nesseltierart, die bis zu 50 Meter lange Tentakeln entwickelt, die bei Hautkontakt starke Schmerzen verursachen. Daraufhin wurde ein Badeverbot für die Stadtstrände von Molinar und Can Pastilla verhängt. Am Donnerstag wurde an sämtlichen Stadtstränden in der Bucht von Palma aber wieder die grüne Flagge gehisst. Man habe keine weiteren Exemplare des giftigen Nesseltiers entdeckt, zitiert die "Mallorca Zeitung“ eine Sprecherin der Stadtwerke.

Ganz vorbei ist der Spuk damit aber noch nicht. Denn am Donnerstag wurde nach Informationen der "Mallorca Zeitung“ ein weiteres lebendes Exemplar einer Portugiesischen Galeere gesehen, diesmal in der Bucht bei Cala Balva östlich der Playa de Palma. Das balearische Meeresinstitut habe die Sichtung bestätigt. Es sei das vierte Tier, das man in dieser Woche eindeutig identifizieren konnte.

Das Meeresinstitut rechnet damit, dass mit den derzeitig vorherrschenden Winden in den kommenden Tagen weitere Exemplare in die Bucht von Palma geweht werden. Die Tiere wanderten aufgrund ihrer sackförmigen Gasblase mehr mit dem Wind als mit der Strömung des Meeres, heißt es. Dadurch könne man sie gut sehen.

Eigentlich lebt die Portugiesische Galeere im Atlantik. Durch die Stürme in der Osterzeit wurden aber offensichtlich Exemplare ins Mittelmeer getrieben. Erst am vergangenen Wochenende waren in der Provinz Alicante im Osten Spaniens ebenfalls Tiere angespült worden. Ein elfjähriger Junge wurde am Arm gestochen und ins Krankenhaus gebracht. Daraufhin wurden dort Strände auf einer Länge von knapp 120 Kilometern gesperrt. Im April hatten sich bereits Dutzende lebende Exemplare an den Stränden von Ibiza und Formentera angesammelt  - auch damals wurden Strände gesperrt.

24. Mai 2018 – 18:09

Nach starken ersten sechs Monaten im laufenden Geschäftsjahr darf die Touristik auch weiter auf eine gute Buchungslaune der Verbraucher hoffen. Nach Zahlen der Marktforschungsgesellschaft GfK sehen die deutschen Konsumenten die Verschärfung der geopolitischen Lage im Großen und Ganzen noch gelassen. Die Stimmung habe sich im Mai im Wesentlichen behauptet, so die Marktforscher. Die Konjunkturerwartung sei unverändert und auch die Einkommenserwartung lege leicht zu. Dagegen muss die Anschaffungsneigung leichte Einbußen hinnehmen. GfK prognostiziert für Juni einen Rückgang des Konsumklimas gegenüber dem Vormonat um 0,1 Zähler auf 10,7 Punkte. 

Die Aufkündigung des Atomabkommens mit dem Iran durch den amerikanischen Präsidenten habe die Stimmung der Konsumenten nicht sonderlich beeinträchtigt, analysiert die GfK, und bestätigt ihre zu Beginn des Jahres vorgenommene Prognose, wonach der reale private Konsum in diesem Jahr um etwa zwei Prozent steigen wird. Dafür seien vor allem die "überaus guten inländischen Rahmenbedingungen“, wie zunehmende Beschäftigung, steigende Einkommen und moderate Inflation verantwortlich.

Mögliche Risiken für das Konsumklima ergäben sich in erster Linie aus der geopolitischen Lage. Die Konfrontation mit Russland im Syrienkonflikt, aktuell das Aufkündigen des Iran-Atomabkommens durch den amerikanischen Präsidenten sowie drohende Handelssanktionen können die Spannungen weiter erhöhen. Vor allem eine Beeinträchtigung des Handels durch US-Sanktionen würden die Exportnation Deutschland nachhaltig treffen. In diesem Falle wäre auch das bislang gute Konsumklima in Gefahr und die guten Konsumprognosen vermutlich obsolet, warnt das Institut. Zudem könnte auch die Situation in Italien "größere Sprengkraft entfalten als andere Krisenherde".

24. Mai 2018 – 17:46

Das glauben jedenfalls die Reisenden selbst. 35 Prozent der Mitarbeiter sind nach eigener Einschätzung unterwegs sogar produktiver als an einem normalen Arbeitstag im Betrieb. Das geht aus der Studie "Chefsache Business Travel 2018" des DRV hervor. Den Zuwachs an Produktivität schätzten die Befragten auf durchschnittlich fünf Prozent. Knapp jeder fünfte Befragte gab sogar an, dass der Output unterwegs um mehr als 21 Prozent über dem liege, was im Büro geleistet worden wäre.

Bei den 18- bis 34-Jährigen ist die Produktivität auf Geschäftsreisen nach eigener Einschätzung besonders hoch: Fast die Hälfte ist demnach in Hotel, Bahn und Flugzeug produktiver als am Arbeitsplatz. Auch 42 Prozent derjenigen, die mehr als drei Geschäftsreisen pro Monat unternehmen, empfinden sich auf Reisen leistungsstärker als im Büro.

Für die Produktivität ist nach Angaben der befragten Reisenden neben guten Arbeitsbedingungen wie beispielsweise einem stabilen Internetzugang während der Reise (89 Prozent) und der technischen Ausstattung (86 Prozent) vor allem die Wahl des Verkehrsmittels entscheidend. 90 Prozent der Befragten gaben an, dass das Fortbewegungsmittel starken oder eher starken Einfluss auf die Arbeitsleistung habe und daher nicht nur unter Kostengesichtspunkten ausgewählt werden sollte.

Bei der Buchung sollte Wert darauf gelegt werden, dass  die Reisezeit möglichst effizient genutzt werden kann. Für einen W-Lan-Zugang im Flugzeug beispielsweise würden 41 Prozent der Befragten sogar extra zahlen. Um das Fliegen effizienter zu machen, würden 38 Prozent der Geschäftsreisenden auch für einen Quick Check-in zahlen. Denn lange Wartezeiten zu vermeiden, erhöht für 42 Prozent der Befragten die Produktivität deutlich. Wenn das Warten, beispielsweise durch Umsteigen, unvermeidbar ist, wünschen sich 60 Prozent der Geschäftsreisenden einen standardmäßigen Lounge-Zugang – auch wenn sich dadurch der Gesamtpreis des Flugs erhöhen würde.

 

23. Mai 2018 – 17:58

Mit dem Neu-Zuschnitt der Vorstandsressorts wolle Tui-Vorstandschef Fritz Joussen "die Dynamik im Konzern stärken und weiter ausbauen“, heißt es. Die neue Organisation folge der Transformation des Konzerns und seiner Geschäftsfelder. Die bisherige Organisation der Vorstandsressorts entsprach  weitestgehend noch dem Zuschnitt nach der Übernahme der früheren britischen Tui Travel durch die Tui AG Ende 2014.

Zusammenführung der Märkte in einem Ressort. Die weltweiten Veranstalteraktivitäten des Konzerns werden nun  unter einem Dach im Vorstandsressort Märkte & Airlines von David Burling gebündelt. Burling übernimmt zusätzlich zu seiner heutigen Verantwortung für die Region Nord (UK & Irland, Nordische Länder, Kanada und Russland) auch die Verantwortung für die Region Zentral (Tui Deutschland, Österreich, Schweiz und Polen). Die Region West (Frankreich, Belgien, Niederlande), die im Ressort von CEO Fritz Joussen angesiedelt ist, erhält eine zweite Berichtslinie in das Märkte-&-Airlines-Ressort. Mit der Bündelung der Märkte und ihrer Airlines in einem Vorstandsressort solle die Zusammenarbeit zwischen den Tui-Landesgesellschaften weiter gestärkt, kündigt Joussen an. Ziel sei es, bei Vertrieb, Marketing und Marktinnovationen künftig stärker Synergien zu nutzen und lokale Erfolgsmodelle schneller international in die Töchtern zu übertragen. Kenton Jarvis übernimmt im Ressort von Burling den Posten des CEO Aviation. Er soll zusätzlich als Business Improvement Director Markets einen Fokus auf Effizienzpotentiale der Landesgesellschaften und deren Realisierung legen.

Produkte und Urlaubserlebnisse in einem Ressort. Die Produkte des Konzerns werden im erweiterten Vorstandsressort „Hotels & Resorts, Cruises & Destination Experiences“ unter der Verantwortung von Sebastian Ebel zusammengeführt. In Ebels Ressort liegt dann nicht nur die Verantwortung für die konzerneigenen Hotelmarken Tui Blue, Riu, Robinson und Magic Life sondern zusätzlich auch die Führung der Marken Sensimar, Sensatori und Family Life. Auch der globale Hoteleinkauf wechselt neu in das Vorstandsressort von Ebel. Der Bereich Tui Tours, der das wachsende Rundreiseportfolio des Konzerns bündelt, wechselt nun ebenfalls in den Vorstandsbereich von Ebel. Die Tochtergesellschaften Tui Cruises und Hapag-Lloyd Cruises bleiben ebenfalls in seinem Ressort angesiedelt.

Peter Krüger, bislang Group Director Investor Relations und Mergers & Acquisitions, soll zusätzlich die Verantwortung für den Strategiebereich der Tui Group übernehmen. Henrik Homann, der bisher Strategie und Airlines verantwortete, verlässt das Unternehmen.

 

23. Mai 2018 – 17:05
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Eine Untersuchung der Tierschutzorganisation „World Animal Protection“ auf den beliebten indonesischen Inseln Bali und Lombok ergab, dass von 26 untersuchten Zoos, Parks und Safari-Anlagen, Aquarien und Marine-Parks keine einzige Anlage die Grundbedürfnisse von wilden Tieren erfüllen konnte. Insgesamt würden dort 1.500 Wildtiere, darunter Elefanten, Delfine und Orang-Utans, unter unwürdigen Bedingungen gehalten, um sie als Touristenattraktionen zu präsentieren.

Die Untersuchungen aus dem Jahr 2017 zeigen, dass alle gefangenen Delfine in unzureichenden Becken gehalten werden. Teils sind die Becken sehr klein und nur drei Meter tief. Einigen Tieren wurden sogar die Zähne vollständig entfernt.  Sämtliche Elefanten waren durch ihre Ausbildung traumatisiert, sie zeigten Verletzungen, unter anderem durch Ketten, sie hatten Schmerzen und litten unter mangelnden sozialen Kontakten. Alle Einrichtungen mit Orang-Utans boten Selfies mit Touristen an. Viele dieser Menschenaffen sind ständig gezwungen, Massen von Touristen zu unterhalten. Ihnen fehlen Bewegungsfreiheit und soziale Interaktion, sie haben keine Möglichkeit für anregende Aktivitäten.

„World Animal Protection“ fordert Urlauber auf Bali und Lombok auf, diese Wildtier-Attraktionen zu meiden. Es sei grausam mit Wildtieren Selfies zu machen, auf ihnen zu reiten oder sie zu umarmen. Kein Like in den sozialen Netzwerken rechtfertige das.

Um wilde Tiere zu schützen, hat die Organisation rund 200 Reiseunternehmen weltweit davon überzeugt, Elefantenreisen und Tiershows in ihren Reisepaketen nicht mehr anzubieten. Darunter sind die deutschen Veranstalter Asiatours und TUI. TUI hatte bereits 2014 solche Angebote aus dem Programm genommen. Thomas Cook warf erst kürzlich reihenweise Tierausflüge aus dem Programm, DER kündigte im vergangenen Jahr an, mit Tierschutz Ernst zu machen und Wildtierattraktionen bis 2020 sukzessive aus dem Programm zu nehmen.

THo

23. Mai 2018 – 16:29
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Der Einfluss virtueller Realität auf das Kaufverhalten von Kunden beschäftigt Carola Epple schon länger. Deshalb machte sie es zum Thema ihrer Master-Arbeit an der Technischen Uni München. Epple befragte 91 Reisebüroverkäufer aus dem Netzwerk der Schmetterling-Kooperation, die VR-Brillen in der Kundenberatung nutzen, zu ihren Erfahrungen. Das Kernerlebnis ihrer Studie lautet: Virtuelle Erfahrungen im Reisebüro haben einen positiven Einfluss auf die Buchungswahrscheinlichkeit und die Entscheidungsgeschwindigkeit der Kunden. Auch in höherem Umsatz zahlt sich die Anwendung der technischen Unterstützung aus. Konkret beziffern diejenigen Reisebüroverkäufer, die einen positiven Beitrag der VR-Brillen-Nutzung auf den Umsatz feststellen, das dadurch bedingte Umsatzplus auf satte 26 Prozent.

Besseres Einkaufserlebnis. Auch für das Einkaufserlebnis der Kundschaft attestiert Epples Studie der virtuellen Unterstützung positive Effekte. So erklärten 64 Prozent der befragten Reiseprofis, ihre Kunden seien begeistert oder zumindest angetan von dem neuartigen Erlebnis. 88 Prozent der Reiseverkäufer sind sicher, dass ihre Kunden anschließend eine bessere Vorstellung vom Urlaubsziel haben und immerhin 55 Prozent meinen, sie fühlten sich sicherer in ihrer Buchungsentscheidung.

Hauptsache  Emotion. "Eine wichtige Erkenntnis meiner Arbeit war, dass der positive Einfluss von Virtual-Reality-Tools auf das Buchungsverhalten vor allem auf emotionale Aspekte zurückzuführen ist und weniger auf rationale Erkenntnisse", sagt Epple. So gelinge es durch den Einsatz von VR-Brillen vor allem, Begeisterung zu wecken. Diese Erkenntnis müsse auch Auswirkungen auf die Inhalte der VR-Sequenzen haben. Statt nüchterner, sachlicher Beschreibungen müsse eine authentische 3D-Visualisierung mit 360-Grad-Videos anstelle starrer Bilder und eine entsprechende Geräuschkulisse geboten werden.

Eigene Inhalte. Epple selbst ist so überzeugt vom Potenzial der VR-Brillen, dass sie sich in diesem Bereich selbstständig gemacht hat. Sie plant, hochwertige und interaktive 360-Grad-Videos von Reisedestinationen zu produzieren. Kontakt mit einem Unternehmen, das VR-Videos produziert, hat sie bereits aufgenommen. Die Lösung, die sie anpeilt, solle „technisch simpel einzubinden und preislich attraktiver als eine individuelle Agenturlösung sein“, sagt sie. Vor allem Rundreisen sollen mit Hilfe ihrer Lösungen besser unter die Leute gebracht werden. Eine Website, auf der sie ihr Angebot demnächst präsentieren will, hat Epple bereits eingerichtet.

Christian Schmicke

23. Mai 2018 – 15:19
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Das hat ein Vergleich der zehn beliebtesten deutschen Freizeitparks durch das Portal Travelcircus ergeben. Der teuerste Park ist demnach der Europa Park Rust, hier muss eine vierköpfige Familie für einen Tag 190 Euro ausgeben - ohne Essen, Trinken und Souvenirs. Der günstigste Park dieser Auswahl ist der Erlebnispark Tripsdrill. Im ältesten Freizeitpark Deutschlands kostet ein Tag Spaß für die ganze Familie nur 117 Euro. Der Europa Park Rust ist zwar der teuerste Vergnügungspark, er hat aber auch die meisten Attraktionen. Während die übrigen Parks zwischen 26 und 38 Fahrgeschäfte haben, bietet der Europapark allein 13 Achterbahnen, neun Wasserattraktionen und 47 Familienattraktionen.

Kinder zahlen für gewöhnlich ein bisschen weniger Eintritt als Erwachsene. Während in den meisten Parks ab 12 Jahren voll gezahlt werden muss, gilt man im Hansa Park noch bis einschließlich 14 Jahren als Kind. Im Holiday Park hingegen zahlt man nicht nach Alter, sondern nach Körpergröße. Ganz praktisch, da die meisten Attraktionen Größenbeschränkungen haben. Da es für die kleinsten Familienmitglieder oft nur sehr wenige Attraktionen gibt, ist bei den meisten Parks für Kinder bis einschließlich 3 Jahren der Eintritt kostenlos. Nur im Legoland, Heide Park und Serengeti Park müssen auch Dreijährige schon den Kinderpreis bezahlen.

Grundlage für die Auswahl von Travelcircus sind die Besucherzahlen von 2017. Die über 100 Freizeitparks in Deutschland wurden im vergangenen Jahr von etwa 38,8 Millionen Menschen besucht. Die zehn beliebtesten waren Europa Park, Legoland Deutschland, Heide Park Resort, Phantasialand, Movie Park, Hansa-Park, Belantis, Holiday Park, Serengeti Park und der Erlebnispark Tripsdrill. Um an günstige Tickets zu kommen, empfehlen die Verfasser: "Tickets am besten schon vorher kaufen." Denn bei vielen Parks sind vorab gebuchte Tickets günstiger als an der Kasse. Und das spart nicht nur bares Geld, sondern auch Zeit, da man nicht mehr an der Kasse anstehen muss.

Die komplette Freizeitpark-Analyse finden Sie hier

THo