17. Juli 2018 – 08:00
dennis

"Mit Beziehungen hatte ich bisher nicht so viel Glück“, sagt Dennis Žrener. Und genau deshalb steht der 25-jährige Tourismuskaufmann vom 18. Juli an bei RTL vor der Kamera. Er will als einer von 20 mannlichen Kandidaten die 32-jährige Nadine Klein für sich begeistern, die in der mittlerweile fünften Staffel der RTL-Show "Bachelorette“ die Rosen an die Kandidaten ihrer Wahl verteilen darf.

Der junge RTL-Kandidat arbeitet im Albatros Reisebüro im baden-württembergischen Rastatt, ein paar Kilometer nördlich von Baden-Baden. In der Touristik arbeitet er seit 2011, bis zum vergangenen Jahr war er in einem Flughafenbüro aktiv. Seine jetzigen Kollegen inklusive Reisebüroinhaberin Selina Felsner hätten ihn in seinen TV-Plänen voll unterstützt, erzählt er. Und sie machen auch keinen Hehl daraus, dass ihr Expi per TV-Show nach der großen Liebe sucht. Auf der Facebook-Seite veröffentlichte das Reisebüro sogar eine Ankündigung.

„Ich wollte einfach mal einen neuen Weg ausprobieren“, antwortet Žrener auf die Frage warum er sich das öffentliche Buhlen um die Gunst einer Unbekannten antut. Freunde hätten ihn in vielen Gesprächen darin bestärkt. Außerdem habe der Reiz des Neuen und eine Portion Abenteuerlust den Ausschlag dafür gegeben, sich als Kandidat für die RTL-Show zu bewerben.

Keine weiteren TV-Pläne

Auf dem Weg zur TV-Karriere betrachtet sieht sich Expi Dennis trotz seines "Bachelorette"-Auftritts nach eigenem Bekunden nicht. "Das steht nicht im Mittelpunkt meiner Überlegungen", sagt er und versichert, sein Job im Reisebüro mache ihm eine Menge Spaß. Dort sehe er auch seine berufliche Zukunft.

Einen gewissen Hang zur Pose kann der 25-Jährige gleichwohl nicht verbergen. Um das zu erkennen, genügt ein Blick auf seinen Instagram-Account. Denn Žrener verkauft nicht nur Reisen, am liebsten übrigens nach Griechenland, sondern er modelt nebenbei auch für Modelabels und hat bereits ein ziemlich großes Fotoarsenal aufzubieten, in dem das Thema er selbst und sein Outfit sind.

Von Mittwoch an können "Bachelorette""-Fans nun mitverfolgen, wie sich der einzige Touristiker im Kandidaten-Aufgebot schlägt. Einige Anhänger hat der Reiseprofi bereits hinter sich versammeln können. Bei der Facebook-Gruppe "Genervte Reisetussis (und -typen)" hat man – oder frau – nämlich herausgefunden, dass Dennis einer der ihren ist.

Christian Schmicke

16. Juli 2018 – 18:02

Die angekündigte Verfassungsreform auf der Karibikinsel nimmt offenbar Gestalt an: Das Parteiorgan "Granma" veröffentlichte am Samstag einen Entwurf, der den freien Markt sowie Privatbesitz in begrenztem Umfang zulässt und eine Aufteilung der politischen Macht zwischen dem Staatsoberhaupt und einem Regierungschef vorsieht. Dazu soll das Amt eines Ministerpräsidenten geschaffen werden, wie es bereits vor der bislang gültigen Verfassung aus dem Jahr 1976 bestand.

Für das wachsende Segment der Anbieter privater touristischer Unterkünfte hat die geplante Novelle in zweierlei Hinsicht Bedeutung. Zum einen soll jede Person nur noch eine Lizenz erhalten. Wer also beispielsweise eine Unterkunft an Touristen vermietet und eine Bar betreibt, muss sich für eines der beiden Geschäfte entscheiden.

Private Zimmervermietung an Firmen wird legal

Wichtiger ist, dass private Zimmervermieter künftig auch an juristische Personen, also zum Beispiel Firmen vermieten dürfen. Im Fall einer Auslandsreise dürfen sie zudem eine Vertretung vor Ort benennen. Das erleichtert es ihnen insgesamt, mit touristischen Unternehmen aus dem Ausland zu handeln.

Auf der anderen Seite soll eine effizientere Kontrolle auf den Sektor ausgeübt werden. Wer etwa eine Lizenz im Bereich Zimmervermietung, Gastronomie, im Baugewerbe oder Transportsektor besitzt, muss künftig seine gesamten betrieblichen Einnahmen und Ausgaben auf einem Bankkonto aufführen.

Auslandsinvestitionen sollen gefördert werden

Auf vom großen Stellenwert ausländischer Investitionen ist die Rede. Schon seit längerem versucht die Regierung, Direktinvestitionen in das Land zu forcieren. Nachdem Pläne von Firmen aus den USA, in Kuba zu investieren, durch die Neuauflage der Anti-Kuba-Politik, die US-Präsident Donald Trump vorantreibt, ins Stocken geraten sind, investieren vor allem spanische Hotelketten wie Iberostar und Meliá kräftig und bauen die Zahl ihrer betten im Land massiv aus.

Die Kommunistische Partei hat die von einer Kommission unter Vorsitz des ehemaligen Staatschefs Raúl Castro vorgeschlagenen Verfassungsänderungen bereits gebilligt. Es wird damit gerechnet, dass das Parlament seine Zustimmung am kommenden Wochenende erteilt. Danach soll in einem Volksentscheid darüber befunden werden, bevor die neue Verfassung endgültig in Kraft treten kann.

Christian Schmicke

16. Juli 2018 – 16:55
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Wenn Studiosus-Chef Peter-Mario Kubsch über Fernreisetrends spricht, liefern seine Ausführungen stets ein ziemlich genaues Abbild der politischen Großwetterlage. Sorgt ein Land für positive Schlagzeilen, dann läuft es auch als Reiseziel bei seinen Gästen. Macht es durch innen- oder außenpolitische Spannungen von sich reden, dann spürt der Studienreisespezialist das unmittelbar an der Nachfrage.

Darin unterscheidet sich Kubschs Klientel deutlich von Badeurlaubern, für die die Schlagzeilen schon ziemlich verheerend sein müssen, um sie von Reisen in ein Land abzuhalten – so lange der Preis stimmt. Was allerdings nicht bedeutet, dass letzterer nicht auch die Studiosus-Kundschaft beeinflusst. Denn bei Reisepreisen von oft mehreren tausend Euro, geradre bei Fernreisen, sind ein paar Prozent mehr oder weniger schon eine hübsche Summe.

Günstigere Preise für Lateinamerika und VAE

Das Preisargument ist es denn auch, was Kubsch im Hinblick auf Südamerika optimistisch stimmt. Der südliche Teil des amerikanischen Kontinents liege dieses Jahr gut im Rennen und werde auch 2019 angesichts um rund drei Prozent günstigerer Preise infolge der Wechselkurse beliebt bleiben, prognostiziert er. Dasselbe gelte für die Vereinigten Arabischen Emirate. Die Kehrseite der Medaille bekommen derzeit das südliche Afrika und auch Australien und Neuseeland zu spüren. Kräftig gestiegene Preise halten so manchen Studiosus-Gast ab.

Trump-Effekt und Iran-Müdigkeit

Überwiegend politisch motiviert sei dagegen die Zurückhaltung bei USA-Reisen, vermutet der Studiosus-Chef. Für den berüchtigten Trump-Effekt spreche auch, dass das Nachbarland Kanada trotz zum Teil deftiger Preise in diesem Jahr zu den Gewinnern gehöre. Schließlich präsentiere sich dessen Präsident Justin Trudeau als eine Art Anti-Trump, und das offenbar erfolgreich.

Die politische Lage sieht Kubsch auch beim Shooting-Star der vergangenen Jahre, Iran, als Grund für sinkende Gästezahlen in diesem Jahr. In noch stärkerem Umfang gelte dies für Myanmar, wo Hiobsbotschaften über den Umgang mit Minderheiten die Besucherzahl bei Studiosus um zwei Drittel schrumpfen ließen. China hingegen befindet sich auf der Gewinnerstraße. Angesichts um drei Prozent günstigerer Preise und des freundlicheren Umgangs zwischen Europa und dem bevölkerungsreichsten Land werde sich dieser Trend auch 2019 fortsetzen, vermutet Kubsch.

Mühsame Rückkehr für Nordafrika

Langsam wieder bergauf geht es auch mit den nordafrikanischen Ländern. So liegt Marokko beim Studienreisespezialisten um 50 Prozent im Plus, und auch die Nachfrage für Reisen nach Tunesien und Ägypten berappelt sich. Allerdings sei das Land am Nil mit rund 600 Studiosus-Gästen in diesem Jahr noch weit von den „guten“ Zeiten entfernt, in denen bis zu 4.500 Reisende das Land erkundeten. Aber immerhin: "Die islamische Welt ist als Rundreiseziel wieder im Kommen", resümiert Kubsch.

Christian Schmicke

16. Juli 2018 – 13:44
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Die Stadtregierung von Madrid will im nächsten Jahr eine Touristensteuer erheben. Das berichtet unter anderem die spanische Fachzeitschrift "Hosteltur". Zu diesem Zweck plant das Rathaus der spanischen Hauptstadt, bei der Zentralregierung erweiterte finanzpolitische Kompetenzen für den Gemeinderat einzufordern. Über die Höhe und die Form, in der die Steuer kassiert werden soll, ist bislang nichts bekannt. Auch ein genauer Zeitpunkt steht nicht fest. Es heißt lediglich, dass die Einführung zum Beginn der nächsten Legislaturperiode stattfinden könnte. Die nächsten spanischen Kommunalwahlen finden am 26. Mai 2019 statt.

Schützenhilfe erhält das Stadtparlament von Madrider Unternehmerverband, der sich für die Einführung der Abgabe ausspricht. Die Besucher seien derartige Abgaben aus anderen wichtigen Städtezielen gewohnt, argumentieren die Unternehmer. Mit Hilfe der Steuer könnten höhere Investitionen ins Marketing erfolgen. Außerdem könne Madrid das Geld zur Pflege seiner Denkmäler und sonstiger touristischer Attraktionen nutzen.

Gegen eine Touristensteuer hat sich der Hotelverband der Stadt ausgesprochen. Die dadurch verursachten höheren Preise schadeten dem Tourismus und der Hotellerie, erklärt die Lobby-Organisation. Madrid solle alle Bemühungen darauf konzentrieren, die Qualität des touristischen Angebots zu verbessern.

 

14. Juli 2018 – 11:03
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Dass Ferien Touristik dynamisch paketierten Reisen künftig auch ein klassisch vorkonfektioniertes Pauschalreiseangebot bieten will, hatte Geschäftsführer Heinz Bauermeister vor einigen Monaten bereits angekündigt. Nun ist es so weit. Das neue Produkt ist buchbar, und es heißt Coral Travel. Der Name ist identisch mit dem der Hauptmarke der Muttergesellschaft OTI, zu der Ferientouristik seit 2017 gehört. Die OTI-Gruppe hat ihren Hauptsitz in Istanbul, betreibt in Russland, der Ukraine und Polen Veranstalter und ist zudem im Incoming-Geschäft in der Türkei, in der Hotellerie sowie mit einem eigenen Ferienflieger aktiv.

Damit ergänzt der bislang reinrassige X-Veranstalter Ferien Touristik sein Geschäftsmodell, wie bereits andere X-Anbieter zuvor, um die klassische Pauschalreisevariante. "Mit Coral Travel können wir unseren Vertriebspartnern nun auch alle Vorteile der klassischen Reiseveranstalter bieten“, wirbt Bauermeister für das neue Angebot. Für Reisebüros seien dabei vor allem dreitägige Optionsbuchungen sowie niedrigere Anzahlungen und Stornostaffeln vorteilhaft. Die Umsätze von Coral Travel fließen zudem in die vorhandene Provisionsstaffel von Ferien Touristik mit ein.

Über das Buchungskürzel "COR" können zunächst Reisen nach Ägypten, Griechenland, Spanien, in die Türkei und nach Tunesien gebucht werden. Das Angebot werde in den nächsten Wochen sukzessive ausgebaut, kündigt Bauermeister an. Coral Travel liefert seine Daten an die Vertriebssysteme im OTDS-Format. Der Veranstalter ist derzeit über Traveltainment (Bistro, IBE), Start/Amadeus und Sabre/Merlin buchbar.

 

 

 

 

13. Juli 2018 – 15:21

Harte Bandagen sind in der Luftfahrbranche üblich. Was sich gerade zwischen Ryanair und Lufthansa abspielt, überschreitet allerdings die Grenzen dessen, was man als Beobachter im Fluggeschäft gewohnt ist. Das Ganze begann eigentlich mit einer positiven Nachricht für den irischen Billigflieger, der die österreichische Laudamotion nach einer Entscheidung der EU-Kommission wie gewünscht zu 75 Prozent übernehmen darf. Das allerdings stellt die Airline nicht zufrieden. Denn sie beschuldigt Lufthansa, die Entwicklung von Laudamotion absichtlich zu behindern. Die Liste der Vorwürfe ist beachtlich: "Lufthansa hat zwei der elf Flugzeuge nicht übergeben, wie sie es aufgrund der Entscheidung EU-Wettbewerbshüter im Fall der Übernahme von Air Berlin hätte tun müssen", so Ryanair in einer Pressemitteilung. Einige Jets träfen erst zum Ende der Sommersaison ein. Daher habe Laudamotion mehrere Slots nicht belegen können.

Außerdem erklärt Ryanair, dass Lufthansa die Zahlung von mehr als 1,5 Millionen Euro an Gebühren für Wet-Lease-Dienste, die Laudamotion für Eurowings zwischen März und Mai vornahm, mutwillig verzögert habe. "Wir bitten die EU-Wettbwerbshüter,  aktiv zu werden und jegliche weiteren Versuche seitens Lufthansa, dem Wettbwerb zu schaden, zu verhindern"

Die attackierte Lufthansa reagierte scharf. "Die Behauptungen entbehren jeder Grundlage", heißt es in einer Mitteilung. Man habe die Auflagen der EU-Kommission "vollständig erfüllt". Laudamotion habe sich selbst entschlossen, die Flieger nicht zu kaufen, sondern zu leasen. Dabei sei es zu Zahlungsproblemen gekommen. Die Airline sei "den vertraglich vereinbarten Zahlungsverpflichtungen zuletzt zum wiederholten Male nicht wie vereinbart nachgekommen", erklärt Lufthansa. Da auch bei der Eurowings Gruppe aktuell Bedarf an Flugzeugen bestehe, habe Lufthansa von ihrem mit Laudamotion für den Fall eines Vertragsverstoßes vereinbarten Kündigungsrecht Gebrauch gemacht und die Leasingverträge für neun Flugzeuge aufgrund nicht erfolgter Zahlung gekündigt.

Als Reaktion auf Lufthansas Vorwürfe legte Ryanair erneut nach. In einer späteren Mitteilung bekräftigten die Iren ihre Behauptung, Die Erklärung der Lufthansa, sie habe alle Anforderungen der Europäischen Kommission hinsichtlich der erforderlichen Überführung von Flugzeugen an Laudamotion vollständig erfüllt, sei s"chlichtweg falsch", so Ryanair. Lufthansa habe sich bereit erklärt, elf Flugzeuge zu Laudamotion zu transferieren, doch bis zum 13. Juli habe sie nur neun Flugzeuge ausgeliefert.

Christian Schmicke

13. Juli 2018 – 13:14
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Auf Mallorca wachsen die Anstrengungen der Regierungsparteien, die negativen Begleiterscheinungen des Tourismus in den Griff zu bekommen. Nachdem die Inselregierung ankündigte, die Bettenzahl um 120.000 auf 320.000 zu reduzieren, unternimmt nun das Rathaus der Stadt Palma einen neuen Versuch, Saufgelagen in der Partyzone von El Arenal und auf der Vergnügungsmeide am Paseo Maritimo Einhalt zu gebieten. Dazu sollen die bereits bestehenden Regelungen weiter verschärft werden. Das berichtet die Tageszeitung "Diario de Mallorca".

Mehr Verbote, höhere Strafen

Ein mit den Stimmen der Abgeordneten der Regierungsparteien Més und PSOE verabschiedeter Entwurf sieht vor, nicht mehr nur das Trinken in großen Gruppen zu verbieten, sondern außerdem gegen den Verkauf von Lachgas, Werbung für alkoholische Getränke und fliegender Alkoholhändler in privaten Einrichtungen vorzugehen. Außerdem soll das sogenannte "Balconing", bei dem Touristen vom Hotelbalkon in den Pool springen, unter Strafe gestellt werden. Auch einer beliebten Einnahmequelle von Reiseveranstaltern und örtlichen Incoming-Agenturen droht das Aus: Organisierte Kneipentouren, die sogenannten "Pub Crawlings" sollen künftig untersagt werden. Darüber hinaus sehen die Pläne vor, die Anforderungen an den Lärmschutz für Bars und Diskotheken zu verschärfen. In einigen speziell ausgewiesenen touristischen Zonen sollen zudem für dieselben Delikte noch höhere Strafen festgelegt werden als andernorts.

Noch ist es allerdings nicht so weit. Damit das Projekt umgesetzt werden kann, muss auch die Opposition den Änderungen zustimmen. Wenn das geschieht, wird die Gesetzesvorlage anschließend einen Monat lang zur öffentlichen Einsicht ausgelegt. Damit könnte die Verschärfung der Benimmregeln frühestens im Herbst in Kraft treten, wenn die diesjährige Hochsaison auf der Insel bereits vorüber ist.

13. Juli 2018 – 08:25
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Nummer acht und neun sollen von 2024 und 2026 an für das Joint Venture von Tui und Royal Caribbean Cruises in See stechen. Sie werden in der italienischen Fincantieri-Werft gebaut und mit Flüssiggas betrieben. Zur Finanzierung und weiteren Details hüllen sich die Vertragspartner in Schweigen. Tui-Cruises-Chefin Wybcke Meier verrät lediglich, dass das "Passagier-Raum-Verhältnis" bei den Neubauten ähnlich wie bei den Vorläufern eher großzügig ausfallen werde. Außerdem heißt es, die neuen Schiffe seien mit 161.000 Bruttoregistertonnen „die größten Schiffe, die jemals in Italien gebaut wurden.

Tags zuvor hatte Konkurrent Norwegian Cruise Line eine Option für den Bau von zwei neuen Schiffen bestätigt. Sie sollen 2026 und 2027 ausgeliefert und ebenfalls bei Fincantieri gebaut werden.

 

12. Juli 2018 – 17:20
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Mit einem spannenden neuen Projekt will sich die Reisebürokette, die mit ihren 300 Büros zur Burghausener Raiffeisen Touristik Group gehört, für Nachwuchstouristiker interessanter machen. Zum Beginn des neuen Lehrjahres eröffnet sie im Haus der Reiseland-Zentrale in Hamburg ein Reisebüro, das von Auszubildenden in Eigenregie betrieben wird. Besetzt wird es mit insgesamt vier Azubis, von denen zwei ihre Ausbildung gerade starten, während die anderen zwei in späteren Phasen der Lehre sind. "Die Nachwuchstalente sollen den Laden tatsächlich in Eigenregie führen", versichert Reiseland-Personalleiterin Cassandra Ferebee. Lediglich in kritischen Fällen und bei Fragen würden sie von Fachkräften aus der Zentrale unterstützt.

Selbstständigkeit statt Hackordnung

"Aus Studien und direkten Gesprächen mit jungen Menschen wissen wir, dass es für die Generation der Millennials nicht an oberster Stelle steht, viel Geld zu verdienen. Sie wollen vor allem ernstgenommen werden und Freiraum für eigene Ideen haben", erläutert Ferebee das Projekt. Natürlich erhalten die Nachwuchskräfte am Anfang eine Grundausbildung, die sie in den wichtigsten Dingen fit macht, und auch anschließend werden sie in den "normalen" Ausbildungsinhalten immer wieder geschult. Und um Sorgen und Nöte kümmern sich zwei Ausbildungsbeauftragte. Aber die Entscheidung darüber, mit welchen Ideen sich Reisen am besten an den Mann oder Frau bringen lassen, wie man Stammkunden pflegt oder über welche Kanäle sich die meisten Neukunden gewinnen lassen, sollen die Azubis selbst treffen.

Und das alles inklusive der klassischen Cheftätigkeiten, bei denen ein Rotationsprinzip vorgesehen ist. "Wenn jemand einmal aus Versehen allen Kollegen am selben Tag Urlaub gegeben hat, weiß er dananch den Wert einer sorgfältigen Urlaubsplanung, bei der man auch einmal nein sagen muss, um so mehr zu schätzen", erklärt die Personalchefin. Die angehenden Reiseprofis sollten frühzeitig lernen, Verantwortung zu tragen.

Sorgfältige Vorauswahl

Dass dieser hohe Grad an Eigenständigkeit nicht jedem jungen Menschen gleichermaßen liegt, ist Ferebee klar. Deshalb durchliefen die Kandidaten, die nun in der Azubi-Filiale gelandet sind, einen sorgfältigen Auswahlprozess. Schließlich bedarf es schon eines gewissen Selbstbewusstseins und einiger Reife, um mit den Risiken, die sich aus der ausgeprägten Entscheidungsbefugnis ergeben, umzugehen. Im Idealfall wolle man mit dem Modellprojekt künftige Unternehmer ausbilden, sagt die Personalmanagerin. Und nicht zuletzt soll das Modell auch eine Wirkung innerhalb der Organisation entfalten. Deshalb ist vorgesehen, dass mittelfristig Auszubildende aus Reiseland-Büros in ganz Deutschland zum Schnuppereinsatz in die Azubi-Filiale kommen.

Christian Schmicke

 

12. Juli 2018 – 16:28
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Das zeigt die Halbjahresbilanz der Schlichtungsstelle für den öffentlichen Personenverkehr (SÖP). In diesem Zeitraum gingen 7.745 Schlichtungsanträge von Flugreisenden bei der kostenlos arbeitenden Schlichtungsstelle ein. Das entspricht einer Steigerung von 45 Prozent zum Vorjahr. Allein im Juni riefen 2.074 Flugreisende die SÖP an, um auf Basis des europäischen Passagierrechts einen finanziellen Ausgleich von der Fluglinie zu verlangen, der ihnen verweigert worden war. Verantwortlich für die wachsende Unzufriedenheit der Reisenden in Deutschland sind laut SÖP die häufigen Verspätungen und Flugausfälle. Sie seien bedingt durch Engpässe bei der Flugsicherung, die Streiks der Fluglotsen, lange Wartezeiten bei den Passagierkontrollen und eine Häufung von Unwettern. Bei den stark ansteigenden Zahlen müsse jedoch auch berücksichtigt werden, dass der Bekanntheitsgrad der Schlichtungsstelle stark zugenommen habe.

Die Zahl der Schlichtungsanträge von Bahnreisenden stieg um 15 Prozent an, die SÖP wurde im ersten Halbjahr 2018 in 1.473 Fällen angerufen. Fernbusreisende wandten sich im selben Zeitraum 203 Mal an die Schlichtungsstelle, damit blieb dieser Bereich auf Vorjahresniveau. Ähnlich war es beim ÖPNV, hier stieg die Zahl der Anträge leicht von 156 auf 168. Sehen lassen kann sich die Schlichtungsquote der Institution, wo ausschließlich Volljuristen arbeiten. Sie liegt bei 95 Prozent.

An die SÖP, die von der Bundesregierung anerkannt ist, können sich Bahn-, Flug-, Fernbus- und Schiffsreisende wenden, wenn sie auf eine Beschwerde gegen ihr Verkehrsunternehmen keine oder keine sie zufriedenstellende Antwort erhalten haben.

THo

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